An modernen Häusern sieht man ihn kaum noch, dafür umso häufiger an alten Gebäuden: der Erker. Prunkvoll ragt so ein Erker dann an der Fassade des Hauses hervor und gibt jedem Gebäude das besondere Etwas. Aber noch besser an ihm ist: auch drinnen schenkt er jeder Wohnung Stil und natürlich immer auch ein gutes Stückchen Platz mehr, das man dann besonders schön gestalten und dekorieren kann – eine Wohnung mit Erker ist eben einfach ein Traum.

Ob es um ein bestimmtes Zimmer geht oder um die Erweiterung der Räumlichkeiten, wie bei einem Balkon oder einem Erker: wir von Westwing wünschen uns für alle Bereiche Ihrer Wohnungen, dass Sie sich dort perfekt einrichten können. Darum suchen unsere Style-Experten immer nach den besten Tipps und Trends für Ihr Wohnen. Damit wollen wir dafür sorgen, dass Ihr Zuhause genau zu Ihnen passt. Lassen Sie sich bei Westwing zu neuen Wohnträumen inspirieren!

Der Erker, seine Geschichte und seine Vorteile

Der Erker taucht zum ersten Mal so richtig im Mittelalter auf, mit den damaligen Schlössern, Burgen und Kapellen. Meist hatte er hier zwei wichtige Funktionen: zum einen wurde der Altar in Kirchen und Kapellen oft in einen extra Kapellenerker gepackt. Der andere Grund war weniger religiös und weitaus martialer: der Erker hatte sich aus der Schießscharte heraus entwickelt, also aus dem Ort, von dem aus bei Kämpfen um eine mittelalterliche Burg geschossen und gekämpft wurde. Denn ein Erker erlaubte eine gewisse Form von Schutz, war er doch überdacht und von den Seiten heraus geschützt, und war gleichzeitig doch offen genug, um die Kriege daraus weiterführen zu können. Heute geht es in einem Erker natürlich friedlicher zu: in unseren modernen Zeiten kann man sich den Erker einfach nur gemütlich und wunderschön einrichten.

Die Vorteile eines Erkers

Ein Erker bietet verschiedenen Vorzüge, die man nicht nur im Mittelalter, sondern auch heute zu schätze weiß – ein Grund dafür, dass Erker auch in modernem Bauen immer öfter wieder auftauchen:

  • Schmuck für die Fassade: Zwar sieht man das nicht, wenn man im Erker sitzt, aber man weiß es: ein Erker ist einfach ein besonderes Highlight für jede Fassade! Denn durch ihn bekommt jede Außenwand ein unverwechselbares Ansehen – und eine Spur Geschichte.
  • eine größere Fläche Wohnraum: Jeder Erker erweitert natürlich die Wohnfläche um ein Stück der normalen Fläche. Und im Gegensatz zu seinem Bruder, dem Balkon, ist diese Fläche dann auch überdacht und lädt auch im Winter zum Sitzen ein.
  • mehr Licht: Ein Erker bringt durch seine vielen Fenster natürlich noch viel mehr Licht in eine Wohnung. So sind Erkerzimmer immer besonders hell.
  • toller Ausblick: Aus einem Erker blickt man nicht nur nach einer Seite, wie bei einem Fenster, sondern man hat einen wunderbaren Ausblick nach allen Seiten des Erkers. So schenkt er den tollen Weitblick eines Balkons, ohne dass man dafür frieren muss.

Die beste Einrichtung für den Erker

Jeder Erker kann dabei in einer besonderen Form kommen, möglich sind runde oder eckige Formen, die man jeweils in ihren speziellen Vorzügen nutzen kann. Entscheidend ist hier natürlich auch das jeweilige Zimmer: ein runder Erker im Wohnzimmer kann zum Beispiel durch eine Couch wunderbar ausgefüllt werden. Dafür einfach die genauen Maße des Erkers nehmen und ein passendes Sofa besorgen, am besten eines mit runden Formen. Wenn diese Couch in den Erker geschoben wird, verstärken sich nicht nur Erker und Sofa in ihren jeweiligen Formen, sondern die Fläche des Erkers wird ideal ausgenutzt. Wer einen eher schmalen Erker mit breiten Fensterbrettern besitzt, kann sich diesen als bequemen Fenstersitz einrichten. Dafür einfach dicke Kissen für das Fensterbrett besorgen, am besten auch richtige Sitzkissen, und sich die Fensterbank so gemütlich wie möglich einrichten. So ein herrlicher Fenstersitz lädt dann zum Schmökern und Nach-draußen-sehen ein.
Wenn der Erker die Küche oder das Esszimmer erweitert, so bietet er meist die ideale Fläche für den Tisch. Am besten eine Eckbank in den Erker einpassen – wenn der Erker eckig ist – oder gleich einen runden Tisch in den Erker schieben, sofern runde Formen vorherrschen. So wird ein Erker ideal genutzt und gleichzeitig wird seine Besonderheit hervorgehoben. Wenn man da dann beim Abendessen sitzt und eine Hängelampe gemütliches Licht von der Decke des Erkers aus schenkt, wird einem erst klar: ein Erker ist der wohl behaglichste Ort der Welt!

Der Erker und seine internationalen Formen

Erker erinnern zwar an das europäische Mittelalter, aber diese Formen tauchen auch in anderen Kulturen und Nationen auf. Archetektonisch von besonderem Wert sind folgende Formen des Erkers:

  • der Maschrabiyya: Manchmal auch als „Roshan“ bekannt, findet man diese Form des Erkers vor allem in islamisch geprägten Ländern. Der Maschrabiyya sieht dem normalen Erker sehr ähnlich und hat dessen aus der Fassade vorspringende Form, aber ist meist von Holzgittern umrandet. Das sollte Frauen die Möglichkeit geben, von diesem Erker heraus einen guten Blick auf die Straßen zu haben, ohne selbst gesehen zu werden. Außerdem sind diese Formen des Erkers ohne Glas, weshalb die Luft gut zirkulieren kann, was natürlich bei warmen Klima einen entscheidenden Vorteil bringt.
  • das Bay Window: Das Bay Window findet man hauptsächlich in anglo-amerikanischen Ländern – und im Gegensatz zum europäischen Erker prägt es dort das Stadtbild bis heute mit, vor allem in Städten wie San Francisco, wo an diesen Erker vor allem an Wohnhäusern findet.
  • das Oriel Window: Das Oriel Window ist noch eine Sonderform des Bay Windows. Diese Form des Erkers geht normalerweise nicht bis zum Boden, sondern ist nur ein Fenstererker, das heißt, vom Fenster aus geht der Raum noch ein Stück nach draußen, während unterhalb des Fensters die Wand ganz normal verläuft. Solche Erkerformen werden gerne als Fenstersitz genutzt.

Wo auch immer der Erker auf dieser Welt zu finden ist: er ist eine wunderbare Erweiterung der Wohnwelt!

Alles für den Erker online kaufen? So funktioniert Westwing:

Diese Sales starten heute

Kommende Sales