Romantischer Look für das dunkle kleine fugenlose Bad

Fugenlos glücklich! Kein Wunder, denn ohne Fugen lässt sich ein Badezimmer leicht reinigen und es wirkt optisch größer. Außerdem hat ein fugenloses Bad noch weitere Vorteile. Aber gibt es auch Nachteile? Und welche Materialien eignen sich am besten für das fugenlose Bad? Alles, was Sie vor der Badsanierung wissen müssen, finden Sie hier bei uns. Unsere Experten erklären Ihnen die Vorzüge, was Sie bei der Planung, Materialwahl und Einrichtung beachten müssen und geben nützliche Tipps für Ihr Badezimmer ganz ohne Fugen!

Was ist ein fugenloses Badezimmer?

Das fugenlose Bad ist genau das wonach es klingt, nämlich ein Badezimmer ohne Fugen. Alle Oberflächen, die Wände, die Decke, sowie der Boden sind so verkleidet, dass keine Fugen entstehen. Das heißt, der Raum wird in der Regel komplett ohne die klassischen Fliesen gestaltet. Stattdessen kommen Materialien zum Einsatz, die eine Oberfläche nahtlos decken können.

Das Schöne daran: Diese Materialien wie Beton Ciré, Steinspachtel, Putz oder Tapeten bietet vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Sie alle sind wasserresistent, setzen keinen Schimmel an und lassen sich ohne Fugen besonders unkompliziert reinigen. Sie können aber natürlich auch nur einzelne Zonen wie zum Beispiel den Duschbereich oder nur den Boden fugenlos verkleiden. Der Rest des Badezimmers wird dann gefliest. Dadurch ergeben sich coole moderne Looks.

Welche Vorteile hat ein fugenloses Bad?

Das fugenfreie Bad liegt absolut im Trend. Zurecht, denn es sieht nicht nur super stylisch aus, sondern bringt auch noch einige Vorteile mit sich:

  • Glatte Flächen ohne Fugen wirken hochwertiger.
  • Der Reinigungsaufwand wird ohne Fugen weniger, da sich gerade in den Fugen der meiste Schmutz absetzt.
  • Kleine fugenlose Badezimmer wirken optisch größer.
  • Fugen sind anfällig für Schimmel, dementsprechend bleiben fugenlose Bäder eher schimmelfrei.
  • Fliesen springen oder bekommen Risse. Viele fugenlose Materialien sind dagegen robuster.

Welche Nachteile hat ein fugenloses Bad?

Nun hat das Bad ohne Fugen aber auch ein paar wenige Nachteile. Diese sollten Sie bei der Gestaltung Ihres Badezimmers natürlich kennen und eventuell berücksichtigen.

  • Naturmaterialien reagieren eventuell mit Feuchtigkeit und verändern ihre Farbe.
  • Die Materialien müssen in einem extra Arbeitsschritt nochmals versiegelt werden.
  • Sie haben mehr Planungsaufwand.
  • Im Duschbereich müssen alle Flächen perfekt versiegelt und abgedichtet sein. Auch den Boden sollten Sie mit einer Duschtasse schützen. Eine bodengleiche, begehbare Dusche ist möglich, aber sehr aufwendig!
  • Sie sind auf die Hilfe und das Wissen von Experten angewiesen.

Welches Material eignet sich am besten für ein Bad ohne Fugen?

Die meisten Materialien, die für ein fugenloses Bad in Frage kommen lassen, sich gut versiegeln und abdichten. Trotzdem sollten Sie die Eigenschaften der einzelnen Alternativen kennen, bevor Sie sich für eine (oder mehrere davon) entscheiden.


Beton Ciré

Sichtbetonoptik ist groß im Trend – sowohl im Bad als auch in der Küche. Beton Ciré ist dabei kein echter Beton, sondern Feinputz. Er lässt sich als „gewachster Beton“ übersetzen, denn der feinkörnige Betonmörtel wird mit einer Versiegelung versehen. Dadurch wird die Oberfläche wasserresistent und kann auch in Nassbereichen oberhalb des Waschbeckens oder in der Dusche eingesetzt werden.

Besonders praktisch: Mit dem Material lassen sich Putz und Fliesen einfach überspachteln. Allerdings müssen Sie zwei Durchgänge dafür einplanen. Sie können außerdem verschiedene Farben wählen oder auf die klassische graue Betonoptik im modernen, industriellen Look setzen.


Steinspachtel

Steinspachtel ist ein natürliches Material, das Sie über Ihre alten Fliesen auftragen können. Es ist atmungsaktiv und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Spritzwasser, sodass Sie es auch am Waschbecken verwenden können. Ganz ähnlich wie Putz kann es in unterschiedlichen Körnungen und Farben aufgetragen werden, wodurch sich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten im Bad ergeben. Mit der Natürlichkeit von Steinputz verpassen Sie Ihrem Bad einen ruhigen, gemütlichen Charakter.


Sichtestrich

Sichtestrich ist eine tolle Option für Ihren Boden, aber auch für die Wände in Ihrem Bad. Der Designestrich lässt sich in verschiedenen Farben unkompliziert auftragen, muss allerdings anschließend noch geschliffen und versiegelt werden. Im Vergleich zu Beton Ciré wirkt Estrich glatter und feiner. Sie können aber auch damit einen coolen industriellen Look erzeugen oder mehrere Farben in einem Bad kombinieren. Dies ist vor allem in großen Badezimmern interessant, da man so einzelne Zonen optisch abgrenzen kann und dem Raum Struktur gibt.


Kalkputz

Kalkputz ist wohngesund, nachhaltig und ökologisch. Das Naturmaterial ist, wenn es gut versiegelt, wird zudem wasserresistent und somit badezimmertauglich. Allerdings muss die Oberfläche und Versiegelung regelmäßig gepflegt werden. „Tadelakt“ aus Marokko ist eine jahrtausendealte Technik und ein beliebtes Naturprodukt fürs Badezimmer. Marmorputz ist dagegen eine besonders edle Kalkputz-Variante, die selbstständig mit unterschiedlichen Farben kombiniert werden kann. In jedem Fall muss der Untergrund gut vorbereitet sein und muss der Kalkputz in mehreren Schichten aufgetragen und versiegelt werden.


Tapeten

Der Tapeten-Trend macht auch vor dem Badezimmer nicht Halt. Warum auch, schließlich sehen die modernen Motive absolut großartig aus und lassen sich auch wasserresistent anbringen. Sogenannte Feuchtraum-Tapeten sind nämlich speziell für das Badezimmer gedacht und können je nach Material sogar in der Dusche genutzt werden.

Da es verschiedene Grade von wasser- und putzresistenten Tapeten-Materialien gibt, sollten sie sich vorher über die verfügbaren Varianten und Tapetenkleber informieren. Für Ihren Duschbereich benötigen Sie eine andere Tapete und Technik als für den trockenen Bereich des Badezimmers. 

Doch wohl keine andere fugenlose Wandverkleidung bietet so viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, Muster, Farben und Motive wie die Tapete. Außerdem lässt sie sich toll mit den anderen fugenlosen Alternativen kombinieren. So schaffen Sie einen ganz individuellen Look im Badezimmer!


Holz

Der große Vorteil von Holz: Kein anderes Material bringt so viel Natürlichkeit und Gemütlichkeit in Ihr Badezimmer. Allerdings ist es wasserempfindlicher als andere Materialien und muss daher gut versiegelt werden. Mit der entsprechenden Verarbeitung ist es aber auch möglich, Holz in den nassen Bereichen des Badezimmers einzusetzen. Allerdings ist dies relativ aufwendig, da Sie die Versiegelung regelmäßig erneuern sollten.

Mehr Tipps und Ideen zum Holz im Bad finden Sie hier!


Dekorplatten

Eine riesige Vielfalt: Es gibt Dekorplatten aus Keramik, Acryl, Aluminium, Steinzeug, Resopal oder Glas. Neben dem Material können Sie dann auch noch zwischen verschiedenen Farben, Strukturen, Größen und Designs wählen. Die großflächigen Platten können zwar fugenlos installiert werden, dazwischen bleibt aber immer ein kleiner Materialstoß. Dieser ist allerdings kaum sichtbar und die glatte Oberfläche bleibt trotzdem sehr pflegeleicht.


Kunstharz

Kunstharz ist vor allem unkompliziert und pflegeleicht. Es reagiert nicht auf Feuchtigkeit, kann mit sämtlichen Putzmitteln behandelt werden und ist absolut robust. Ähnlich wie bei den anderen fugenlosen Alternativen haben Sie auch hier eine große Auswahl an Farben. Außerdem kann Kunstharz ganz unkompliziert, einfach und günstig über die darunter liegenden Fliesen aufgetragen werden.

Duschbereich ohne Fugen: Geht das?

Klar, rund um die Toilette und das Waschbecken und sogar über der Badewanne haben wir die fugenlose Wandverkleidung schon öfter gesehen. Aber in der Dusche?

Natürlich können Sie auch Ihre Dusche fugenlos und gleichzeitig wasserdicht verkleiden. Dabei kommt es zunächst auf die Wahl des Materials und schließlich auf eine gute sichere Abdichtung an. Daher wird unter dem Oberbelag, also beispielsweise Dekorplatten, zuerst eine Schicht Kunststoffmasse zur Abdichtung auf die Wand aufgetragen.

Damit der Boden vor Spritzwasser und Feuchtigkeit geschützt bleibt, bieten sich Duschtassen als praktische und gleichzeitig stylische Lösung an. Moderne Designs lassen sich dabei auch bodengleich einsetzen. Wer lieber die komplette Dusche in einen Look hüllen will, der kann auch die Wandverkleidung für den Boden übernehmen und hier Platten aus Keramik, Harz oder Naturstein verlegen. Dabei beugen ein leichtes Gefälle und ein guter Abfluss gestautem Wasser vor.

Wichtig ist in jedem Fall, dass alle Übergänge gründlich mit Silikon abgedichtet sind. Außerdem haben sich Materialien der rutschhemmenden Bewertungsgruppe R10 oder R11 bewehrt, da sie der Dusche sofort mehr Sicherheit verleihen.

Was kostet ein fugenloses Bad?

Die Kosten für ein fugenloses Bad sind von mehreren Faktoren abhängig. Hauptsächlich setzen sie sich aber aus zwei Komponenten zusammen: den Materialkosten und den Handwerkerkosten. Nun sind die Materialkosten für ein fugenloses Bad und die für ein hochwertig verfliesten Badezimmers meist recht ähnlich.

Dafür ist es aufwendiger, ein Bad fugenlos zu verkleiden und abzudichten. Dementsprechend sind die Handwerkerkosten höher als beim verfliesten Bad. Allerdings lohnt sich die Investition in einen Profi, damit auch wirklich alle Stellen im Bad dicht und wasserfest sind. Für professionelles Verfliesen können Sie in der Regel mit 75 Euro pro Quadratmeter an Handwerkerkosten rechnen. Für das Verlegen oder Anbringen von fugenlosen Materialien fallen meist um die 150 Euro pro Quadratmeter für Handwerksarbeiten an. Diese Werte sind aber natürlich ortsabhängig.

Wenn Sie in neues Bad fugenlos verkleiden wollen, dann vergleichen und kombinieren Sie verschiedene Materialien. Wenn sie dagegen renovieren, können Sie unter Umständen die Fliesen stehen lassen und die neue fugenlose Wandverkleidung darüber ziehen. Das spart einen Arbeitsschritt und dadurch auch Kosten.

Viele weitere Tipps fürs Bad renovieren finden Sie auch in unserem Guide zum Thema.

Diese Möbel & Accessoires passen perfekt in ein modernes Badezimmer

Fugenlose Bäder sind zeitlos, edel und ganz groß im Trend. Durch die vielfältige Auswahl an Materialien, Farben und Strukturen können Sie im fugenlosen Badezimmer quasi jeden Wohnstil umsetzen, den Sie sich wünschen!

Übrigens bietet es sich auch an, Fliesen mit fugenlosen Alternativen zu kombinieren. Wenn Sie sich also nicht entscheiden können und gerne beide Optionen in Ihrem Badezimmer hätten, dann stellen wir Ihnen in diesem Artikel die schönsten Fliesen-Ideen für Ihr Badezimmer vor.

Und falls Sie noch auf der Suche nach den passenden Badezimmermöbeln sind: Wir haben Ihnen hier die besten Ideen zusammengestellt!


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