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Zen Garten Weg Kies Stein

Echte Gartenkunst: Ein Außenbereich, in dem man zur Ruhe kommen kann und den Stress des Alltags schnell vergisst. Das verspricht der Zen Garten. Zen ist eine japanische Richtung des Buddhismus, die durch Meditation die Erfahrung der Einheit allen Seins und größte Selbstbeherrschung zu erreichen sucht. Besonders die Zen-Gärten in Kyoto sind für ihre beruhigende Wirkung berühmt. Ein japanischer Garten ist sozusagen der Ursprung des Zen-Gartens oder auch des sogenannten Kare-san-sui (dt. „trockene Landschaft“) Gartens. Er wird durch das Fehlen von Wasser oftmals auch als Trockengarten oder Steingarten bezeichnet. Diese Form wurde durch die geschwungenen Linien, die in den Kies- oder Sandflächen mit dem Rechen gezeichnet werden, berühmt.

Tipps, wie auch Sie einen genau solchen Ort der Ruhe und Entspannung bei Ihnen zuhause kreieren können, verraten wir Ihnen jetzt. Lassen Sie sich zur Gartengestaltung inspirieren!

Der Ursprung vom Zen Garten und seine Grundlagen

Der Zen-Garten ist die heute wohl mitunter beliebteste und auch bekannteste Form des Japanischen Gartens. Entstanden ist er vor etwa 700 Jahren in den japanischen Zen-Klöstern. Das Ritual des Zens gelangte im 13. Jahrhundert durch Mönche von China nach Japan und durchdrang nach einiger Zeit sämtliche Bereiche der japanischen Kultur.

Und somit natürlich auch die Gartengestaltung! Hier kann nämlich die Harmonie von Yin und Yang durch eine unverfälschte Darstellung der Natur in den Einklang gebracht werden. Ursprünglich wurden hierfür nur Moos und Steine verwendet und die Linien des Wassers stets auf Kies eingezeichnet. Minimalismus steht hier also im Vordergrund. Bäume werden zudem nicht nebeneinander oder in Gruppen gepflanzt. Bei einem Zen Garten soll keine Symmetrie gegeben werden. Geometrische Formen werden hier also stets vermieden.

Schlussendlich gilt: Alles soll so natürlich wie möglich wirken. Verwenden Sie für Ihre Deko deshalb auch nicht ausschließlich Elemente mit derselben Größe oder Form. Und das Beste an diesem fernöstlichen Garten: Auch mit einem kleinen Außenbereich kann man hier schon einen großen Effekt erzielen! Die besondere Gestaltung erzeugt eine Weite und Tiefe, die den Garten optisch vergrößert und keine weiten Flächen benötigt.

Zen Garten Kies Wellen Wasser Struktur

Zusammengefasst – so wirkt der Zen Garten besonders natürlich:

  • Keine Geometrie
  • Keine geraden Zahlen
  • Ungeraden Zahlen 5, 7, 11 als besonders vorteilhaft
  • Unebene Wege
  • Wellenförmige Muster in Kies und Sand
  • Unterschiedliche Größen

Die wichtigsten Elemente des Zen Gartens

Zen Garten Bonsai Baum Holz

Sie sind nun auch auf den Geschmack eines Zen Gartens gekommen? Dann erklären wir Ihnen jetzt, auf welche Materialien Sie für Ihr nächstes Projekt nicht verzichten sollten.

Beginnen wir mit dem wichtigsten Element: Den Steinen. Sie ersetzen den Rasen. Vor allem Hartgesteine wie Granit, Basalt oder Gneis lassen sich vielseitig einsetzen. Damit sie harmonisch zusammenwirken, sollte man sich auf ein oder zwei Steinsorten beschränken. Ihre Steingruppen sollten stets aus einer ungeraden Anzahl bestehen. Diese natürliche Asymmetrie soll im Gegensatz zur geradlinigen Architektur von Bauwerken stehen. Auch Kiesbeete aus Marmor, Schiefer oder Granit sind gerne gesehen. Achten Sie hier immer auf dieselbe Körnung und Farbe der Materialien.

Moos steht in der japanischen Lehre für Weisheit. Wieso also nicht auch in den Zen Garten integrieren? Aber natürlich dürfen auch andere Pflanzen und Bäume nicht fehlen. Blütenpflanzen spielen in Zen-Gärten eine untergeordnete Rolle. Wir setzten hier also lieber auf Pflanzen wie den Bonsaibaum oder Nadelbäume sowie Zypressen.

Das Element Wasser kann entweder durch einen kleinen Teich oder Bach integriert, oder durch Wellen im Sand symbolisiert werden. Hier kommt es ganz auf Ihren persönlichen Geschmack an. Richten Sie sich zudem beispielsweise an die strengen Regeln des Kare-san-sui halten, sollte Ihr Garten beispielsweise keine echte Wasserquelle enthalten.

Den Zen Garten planen, anlegen und pflegen

Mit dem Zen Garten kann sich wirklich jeder diesen kleinen Traum nach einem Ort der Entspannung erfüllen! Und hierfür benötigen Sie nicht einmal einen eigenen Garten. Ein Zen Garten lässt sich überall anlegen, auch auf der Terrasse oder dem Balkon. Zeichnen Sie sich hierfür Ihre Ideen – idealerweise maßstabsgetreu – auf und kalkulieren Sie im Anschluss Ihre Kosten und den Aufwand.

Grundsätzlich ist diese Art von Garten auch sehr pflegeleicht. Lediglich das Auflesen von Laubblättern und anderen Pflanzenteilen sowie das Fegen der Wege oder Zupfen von Unkraut müssen Sie hier als zusätzlichen Aufwand einkalkulieren. Die Pflege ist also ein Kinderspiel!

Den Miniatur Zen Garten anlegen

Wir haben gute Nachrichten für alle Stadtbewohner: Auch ohne Garten oder Balkon ist ein Mini Zen Garten noch möglich!

Besonders für den Schreibtisch oder das Wohnzimmer eignet sich diese Miniaturform besonders gut. Hierfür benötigen Sie einen Behälter aus Glas oder Holz, Sand und Kieselsteine, eine kleine Harke, ein Stück Holz als Mini Baum oder einen Bonsai. Legen Sie nun Ihr Behältnis genauso wie einen echten Garten an und richten Sie sich auch hier nach den oben genannten Zen-Regeln. Um das Element Wasser noch zu betonen, ziehen Sie mit der kleinen Harke Linien in den Kies und Kreise um die Steine. Auch hier gilt wieder: Weniger ist mehr!

Finden Sie Ihre innere Ruhe und Balance in dem Minimalismus dieser Gartengestaltung. Egal, ob die Mini-Version in der Wohnung oder ein waschechter Zengarten! Hier werden Sie sicher viele entspannte Stunden verbringen! Ihr Westwing-Team!


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