In leuchtenden Farben und schön verziert – bunte Eier gehören einfach zu Ostern. Ob als Tischdeko beim Brunch mit den Liebsten oder als hübscher Hingucker im Nest – kaum etwas anderes symbolisiert Ostern so sehr. Damit Ihre Ostereier beim Kochen und Färben heil bleiben und nicht platzen, haben wir für Sie die besten Tipps gesammelt – so erstrahlen sie besonders schön. Viel Freude beim Ausprobieren!

So kochen Sie Ihre Ostereier

Eieiei, jetzt kann’s losgehen. Besorgen Sie sich für die perfekten Ostereier am besten weiße Eier, bunte Farben kommen so schön zur Geltung. Außerdem sind die Eier von freilaufenden Hühnern ideal, da deren Schale noch dicker ist. Und nun geht’s ans Kochen. Diese Schritte helfen Ihnen dabei:

  1. Anpieksen

    Zunächst sollten Sie das Ei an der flachen Seite mit einem Eierpiekser oder einer dünnen Nadel anpieksen. So verhindern Sie, dass sich im Ei ein Druck bildet.

  2. Kochwasser vorbereiten

    Geben Sie ins Kochwasser einen Schuss Essig oder eine Prise Salz.

  3. Kochen

    Legen Sie das Ei am besten von Beginn an ins Wasser und kochen Sie sie im kalten Wasser auf. Durch den langsameren Temperaturunterschied wird die Schale nicht aufplatzen.

Die entscheidende Frage ist, wie lange die Ostereier vor dem Färben kochen müssen. Empfehlenswert sind hart gekochte Eier, da diese sich auch länger noch im Kühlschrank halten. Welches Ei wann hart gekocht ist, variiert je nach Größe. Folgende Faustregel gilt dabei:

  • Größe S: 5 Minuten Kochzeit
  • Größe M: 8 Minuten Kochzeit
  • Größe L: 10 Minuten Kochzeit

Tipp: Die Größenangabe der Eier finden Sie in den meisten Fällen auf dem Karton.

Sind die Eier hart gekocht, geht es ans Färben. Sie können hierfür entweder Kaltfarben nach dem Kochen verwenden oder Heißfarben und diese im Kochwasser benutzen.

Kaltfarben werden in kaltes Wasser eingerührt und sind vor allem mit Kindern toll geeignet, da man sich nicht verbrühen kann. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Eier noch heiß sind, bevor Sie sie in die Kaltfarben eintauchen. Heißfarben werden hingegen heiß aufgekocht. Die Eier können Sie hierbei entweder direkt in der angerührten Farbe kochen oder die hart gekochten Eier anschließend im heißen bunten Wasser färben.

Teller mit Serviette in dem ein Ei liegt

Ab wann Ostereier kochen?

Bei der Weihnachtsdeko gibt es die Faustregel, dass sie erst nach dem Totensonntag herausgeholt werden darf. Bei der Osterdeko gibt es solche festen Zeiträume oder Regeln aber nicht. Sobald die Osterfeiertage vor der Tür stehen oder die Kinder es nicht mehr abwarten können, beginnen Sie gerne mit dem Dekorieren und Eierfärben. Schließlich gehört dieses Ritual ja auch fest zur Osterzeit und macht sie so besonders. Aber woher kommt es überhaupt, dass wir Eier zur Osterzeit kochen und färben? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen Ostern und der Eier-Symbolik?

Bereits seit früherer Zeit wird dem Ei eine ganz besondere Symbolkraft zugeordnet. In den antiken Kulturen und Religionen galt das Ei als ein Symbol der Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Im Christentum steht die unversehrte Hülle des Eies zum einen für die Auferstehung Jesu und zum anderen verweist das Ei oft im Hintergrund auf Marienbildern auf die jungfräuliche Geburt Jesu. Dass Ostereier nun aber auch zu Ostergeschenken wurden, hat auch noch praktische Gründe. Seit dem Mittelalter verbot die Kirche in der Fastenzeit vor Ostern den Verzehr von Fleisch und Eierspeisen. Die Folge daraus war, dass sich in der Zeit viele Eier ansammelten. Damit dieser Eierüberschuss nicht verdarb, wurden die Eier abgekocht und so haltbar gemacht. Viele Bauern bezahlten ihren Pachtzins mit den angesammelten Eiern. Die restlichen wurden verziert, zur Weihe in die Kirche genommen und danach verschenkt.


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