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Wohnzimmer mit Teppeich, Fernseher und Lowboard, daneben ein Durchbruch zum Esszimmer

Aus zwei mach eins! Sollte Ihnen in Ihrem Haus ein Zimmer zu klein geworden sein, müssen Sie nicht gleich die Umzugskartons packen. Mit einem Wanddurchbruch können Sie die Raumaufteilung neu gestalten. Optisch sorgt ein Durchbruch ebenfalls für eine große Bereicherung innerhalb Ihres Hauses. Keine Angst, Sie müssen nicht immer gleich einen Fachmann fragen. Unsere Wohnexperten verraten Ihnen, wie Sie mit kleinen Tipps & Tricks eine tragende Wand erkennen!

Definition: Was ist eigentlich eine tragende Wand?

Man spricht von stützenden Wänden, wenn diese die Standsicherheit eines Bauwerkes gewährleisten. Hier eine Auswahl an Mauerwerksbauteilen, die meist tragend sind:

  • Pfeiler & Vorsprünge
  • Außenwände & Kelleraußenwände
  • Brandwände & Schubwände

Checkliste: So können Sie die tragende Wand erkennen      

Wer bei einer Renovierung über einen Durchbruch nachdenkt, sollte unbedingt nichttragende und stützende Wände voneinander unterscheiden können. Ist eine Wand tragend, darf sie nicht entfernt werden, da sie das Gebäude trägt. Zeichnungen oder ein Grundriss von Ihrem Haus ist nicht vorhanden? Dann fragen Sie sich sicherlich, wie sie den Unterschied erkennen? Neben der Position der Wand, gibt es noch weitere wichtige Punkte zu beachten. Unsere Experten haben Ihnen eine übersichtliche Liste mit allen Informationen erstellt:

  • Position: Generell befinden sich stützende Wände im Mauerwerk und Außenbereich Ihres Hauses. Bei mehrstöckigen Häusern sitzen sie in der Regel übereinander, da die Kräfte so nach unten abgeleitet werden.
  • Material: Nichttragende Wände klingen in der Regel beim Klopfen hohl. Dennoch können in der fraglichen Wand Gas-, Wasser- oder Stromleitungen entlanglaufen. Dünne Gibswände können sogar leicht vibrieren. Experten-Tipp: Wer sich nicht sicher ist, kann die Sockelleiste entfernen und sieht dort das Material am Fußboden. Falls Sie Stein oder Ziegel erkennen, sollten Sie einen Profi befragen.
  • Balken und Stahlstützen: Sobald horizontale oder vertikale Balken und Eisenträger erkennbar sind, hat die Wand eine tragende Funktion.
  • Dicke der Wand: Bei einem Neubau nach 1990 müssen tragende Wände eine Dicke von mindestens 11,5 Zentimetern aufweisen. Und das ohne Putz, Tapete & Co. Doch darauf können Sie sich bei älteren Gebäuden nicht immer verlassen. Bei einem Altbau, der vor 1970 erbaut wurde, waren allerdings auch schmalere Wände als tragend zugelassen. Wände mit einer Dicke ab 17,5 Zentimetern sind jedoch in der Regel immer tragend!
Eine weiße Ziegelwand in einer Detailaufnahme.

Hoch hinaus! Tragende Wände in mehrstöckigen Gebäuden erkennen

Sie planen einen Wanddurchbruch in einem mehrstöckigen Haus? Das Mauerwerk und die Außenwände haben Sie bereits geprüft? In mehrstöckigen Häusern werden die tragenden Wände meist nach oben hin dünner. Wenn Sie also die Traglast der Wände bestimmen möchten, sollten Sie sich von unten nach oben vorarbeiten.

Kleiner Tipp: Im Stockwerk über oder unter der vermeintlich tragenden Wand an exakt derselben Position befindet sich keine Wand? Dann handelt es sich vermutlich nicht um ein tragendes Objekt. Denn im Normalfall liegen tragende Wände immer geschossweise übereinander und leiten die Kräfte nach unten ab.

Diese Wände sind garantiert nichttragend

Zwischenwände aus Gipsdielen oder Trockenbauwände sind in der Regel immer nichttragend. Doch auch hier müssen Sie vorsichtig sein, selbst wenn diese Mauern nichttragend sind, befinden sich darin oft Wasser- oder Elektroleitungen.

Schwarz auf Weiß – tragende Wände im Grundriss erkennen

Generell: Auf einem Grundriss eines Gebäudes lässt sich nicht so einfach erkennen, ob es sich nun um eine tragende Wand handelt oder nicht. Meist werden Mauern, die das Hau stützen etwas dicker gekennzeichnt. Manchmal schraffieren Bauzeichner oder Architekten tragende Wände auch mit Schrägstrichen. Um den Unterschied optisch hervorzuheben, werden auch gerne kleine Punkte in Zwischenwände gemalt. Auch hier sollten Sie vor einem Wanddurchbruch im Zweifel immer einen Baustatiker zu Rate ziehen.

Tipp: Bei älteren Häusern kann der Grundriss schon mal verloren gehen. Wenn Ihr Vermieter den Blauplan nicht mehr finden kann, können Sie diesen auch bei Ihrem örtlichen Bauamt anfordern.

Mehr Durchblick: So kann man die tragende Wand entfernen

Wichtig: Damit Sie keine wichtigen Wände einreißen, sollten Sie sich stets professionelle Hilfe zulegen und einen Statiker beauftragen. Dieser wird vor einem Wanddurbruch zunächst prüfen, welche Mauern das Haus stützen. Im Schnitt müssen Sie hier mit Kosten von ca. 250 € rechnen. Die besten Baustatiker finden Sie in einem Branchenbuch. Tipp: Auch ein guter Maurer könnte Ihnen in diesem Fall weiterhelfen. Hier können Sie vielleicht etwas an Kosten sparen!

Handwerker beim Renovieren und Wanddurchbruch.

Nun aber zum Wanddurchbruch. Die Statik der Decke ist geklärt und es kann losgehen:

  1. Fangen Sie die zugehörige Raumdecke ab. Ganz wichtig: Beauftragen Sie hierfür auf jeden Fall einen Statiker und eine professionelle Baufirma.
  2. Damit es später nicht zu Komplikationen in der Statik des Gebäudes kommt, muss die später wegzunehmende tragende Wand unbedingt durch einen Stahlträger ersetzt werden. Dieser fängt die Deckenlast ab und trägt das entsprechende Gewicht.
  3. Stemmen Sie dafür Schlitze, in die der Stahlträger am Ende eingelegt werden kann.
  4. Nun wird der Stahlträger an seinem Platz fixiert. Damit dieser die Deckenlast effektiv tragen kann, muss die Stärke vorher von einem Statiker errechnet werden.
  5. Jetzt können Sie den Wanddurchbruch vornehmen und die tragende Wand vollständig entfernen.
  6. Im letzten Schritt werden der eingesetzte Stahlträger und die Laibung verputzt. Fertig!

Sie merken. Das klingt kompliziert. Daher sollten Sie in der Regel immer einen Fachmann hinzuziehen, bevor Sie sich daran machen, eine Wand herauszureißen. Der entstandene Schaden bei der Entfernung einer tragenden Mauer ist teurer, als die Meinung eines Profis. Im Schnitt müssen Sie pro m² für den Durchbruch einen tragenden Wand 2.000 € bis 4.000 € und bei einer nichttragenden Wand 700 bis 2.000 € einplanen. Zudem sollten Sie auch einen Installateur hinzuziehen, der wasserführende Leitungen in der Mauer des Gebäudes prüft.