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Weiße Wandfarben auf einem weißen Boden

Wandfarben haben einen großen Einfluss auf das Ambiente unserer Wohnräume. Daher haben wir oft eine gewisse Vorstellung und möchten unsere Wände mit dem perfekten Wunschton streichen. Diesen zu finden, ist manchmal gar nicht so leicht, sodass die Wandfarbe selbst gemischt werden muss. Aus Angst das zu versauen, übergeben viele Leute diese Aufgabe einem Fachmann. Dabei geht es auch anders! Wir verraten Ihnen in diesem Guide, wie Sie ganz einfach Ihre Wandfarbe selber mischen können. So erhalten Sie nicht nur einen Farbton ganz nach Ihren Wünschen – sie sparen noch eine Menge Geld!

Einfache Variante: Wandfarbe mischen lassen

Die wahrscheinlich einfachste Art und Weise, Wandfarbe zu mischen, besteht darin, es an einen Fachmann im Baumarkt zu übergeben. Baumärkte wie Toom und OBI bieten Farbmischservices an, um Ihnen beim Mischen Ihres gewünschten Farbtons zu helfen. Sie brauchen nur Farbfächer oder Farbmuster mitzubringen, die sie als Basis verwenden können. Wenn Sie noch keine Farbe im Sinn haben, erhalten Sie dort aber auch kostenlose Farbmusterkarten, die Sie zunächst zuhause testen können. Während einige Baumärkte den Service kostenlos anbieten, zahlen Sie anderorts bis zu 30 €.

DIY: Wandfarbe selbst mischen

Alternativ können Sie es auch selbst in die Hand nehmen. Wandfarben zu mischen ist kein Hexenwerk und eine großartige Möglichkeit, Geld für Ihr Dekorationsbudget zu sparen. So können Sie zum Beispiel auch alte Restfarben vermischen, um Ihren Wunschfarbton zu erzielen.

Basis: Kleine Farbenlehre

Die Farbenlehre umfasst sowohl die Wissenschaft als auch die Kunst der Anwendung von Farben. Sie erklärt, wie der Mensch Farben wahrnimmt und welche Auswirkungen das Mischen, Anpassen und Kontrastieren von Farben miteinander hat. Die Farbenlehre besteht aus zwei Grundprinzipien: Dem Farbkreis und der Farbharmonie.

Der Farbkreis setzt sich aus Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben zusammen. Zu den Primär- oder auch Grundfarben gehören Rot, Gelb und Blau. Alle anderen Farben leiten sich von diesen 3 Farbtönen ab. Als Sekundärfarben gibt es Grün, Orange und Violett, während die Tertiärfarben Gelb-Orange, Rot-Orange, Rot-Violett, Blau-Violett, Blau-Grün und Gelb-Grün umfassen.

Farbkreis

Um eine Farbharmonie in der Wandgestaltung zu schaffen, ist es auch wichtig, auf die Verwendung von warmen und kühlen Farben zu achten. Die warmen Farben befinden sich auf der roten, gelben und orangefarbenen Seite des Farbkreises. Sie sind feurig, intensiv und energisch. Die kühlen Farben befinden sich auf der blauen, violetten und grünen Seite des Farbkreises. Sie sind wässrig, entspannend und ruhig.

Welchen Farbton möchte ich?

Wenn Sie noch keinen bestimmten Farbton im Auge haben, können Ihnen vielleicht Farbfächer oder Farbkarten bei der Entscheidung helfen. So können Sie die einzelnen Nuancen an Ihren Wänden testen und sich auch beim Mischen danach richten. Im Folgenden haben wir Ihnen mithilfe einer Tabelle zusammengefasst, wie die beliebtesten Wandfarben gemischt werden:

Gelb + BlauGrün
Gelb + RotOrange
Rot + BlauViolett
Gelb + Rot + Blau + SchwarzBraun
Rot + Weiß + etwas Blau oder SchwarzAltrosa
Blau + Weiß + etwas RotFlieder
Weiß + Schwarz + BlauReihergrau
Gelb + Weiß + etwas Blau Lindgrün

Schwarz, Weiß und Grau sind sogenannte “Nicht-Farben”. Sie werden als neutrale, unbunte Farben betrachtet. Um eine Farbe heller zu machen, wird Weiß hinzugefügt und um sie dunkler zu gestalten wird Schwarz hinzugefügt wird.

Das nötige Zubehör

Für das Mischen der Wandfarben benötigen Sie folgende Materialien:

  • Ein Tuch, um den Boden vor Farbklecksen zu schützen
  • Einen großen Eimer, in dem Sie die Farben mischen können
  • Einen Farbrührer bzw. Rühraufsatz für die Bohrmaschine

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie auch Schutzkleidung wie Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutzmaske tragen.

Wandfarbe richtig mischen: Schritt-für-Schritt

  1. Step

    Im besten Fall haben Sie nun schon Ihre Wunschfarbe ausgewählt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie es aussehen wird, können Sie zuerst in einem kleinen Behälter (z.B. Marmeladenglas) üben, bevor Sie die Farben im Eimer mischen.

  2. Step

    Bereiten Sie die benötigten Gallonen Wandfarben und die Materialien für das Mischen vor. Wenn Sie Farbreste verwenden, vergewissern Sie sich, dass sie noch brauchbar sind, da sie auch verfallen können. Wurden sie jedoch richtig gelagert, lassen sie sich trotz des Alters noch gut verwenden.

  3. Step

    Um den Boden vor Farbspritzern zu schützen, decken Sie ihn mit Tüchern ab. Verrühren Sie dann zunächst die Abtönfarben gründlich, damit alle Pigmente gut vermischt werden. Gießen Sie anschließend zuerst die weiße Dispersionsfarbe vorsichtig in den Eimer.

  4. Step

    Gießen Sie nun in kleinen Mengen die Abtönfarben in den Eimer mit weißer Dispersionsfarbe, bis Sie den gewünschten Farbton erreicht haben. Vermischen Sie das Ganze mit einem Farbrührer 2 bis 3 Minuten lang. Auch hier sollten Sie von unten nach oben mischen, damit sich die schwereren Pigmente gut vermischen lassen.

Tipp: Messen Sie vorab sowohl die weiße Dispersionsfarbe als auch die zugefügten Abtönfarben ab und notieren Sie sich die Mengenangaben. So wissen Sie später in welchem Mischverhältnis Sie die Wandfarbe verrührt haben und bekommen Sie – falls nötig – noch einmal genauso hin.

Das sollten Sie beim Mischen der Wandfarbe beachten

  • Genug Farbe anmischen: Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Farbe anmischen. Denn man ärgert sich nicht nur, wenn einem mitten im Projekt die Farbe ausgeht. Eigene Farbkombinationen können nämlich nicht oder schwer wieder genauso erstellt werden.
  • Farben vom selben Hersteller/artgleiche Farben mischen: Die spezifischen Farbrezepturen variieren von Hersteller zu Hersteller. Wenn Sie Wandfarben unterschiedlicher Marken mischen, kann es passieren, dass sich die Farben nicht richtig ergänzen. Zudem kann es zu Verklumpungen oder einer ungleichmäßigen Abdeckung an der Wand kommen. Dasselbe gilt für Wandfarben unterschiedlicher Art.
  • Probeanstrich nicht vergessen: Um die Wirkung der Wandfarbe im Raum zu testen, sollten Sie diese zunächst auf einen kleinen Teil Ihrer Wand aufzutragen. Auf diese Weise können Sie sehen, wie die Farbe mit den realen Lichtverhältnissen im Zimmer aussieht.
  • No-Go = Weiße Wandfarben untereinander mischen: Das Mischen verschiedener weißer Farben wird nicht empfohlen. So verschlechtert sich nicht nur die Farbqualität. Die Unverträglichkeit verschiedener Materialien der Farben kann auch zu einer Klümpchenbildung oder zu einem fleckigen Ergebnis nach dem Streichen führen.

P.S.: In unserem Artikel finden Sie außerdem alle Tipps und Infos zum Thema “Wandfarbe trocknen“. Sind Sie auf der Suche nach den neuen Farb-Trends der Saison? Dann entdecken Sie noch viele spannende Wandfarben Ideen und Inspiration, wie Sie Ihre Wohnung mit modernen Wandfarben gestalten können!