Baby kramt in Kiste mit Büchern herum

Sobald Ihr Baby das Krabbeln beginnt, ist die Freude bei Groß und Klein einfach riesig. Ab jetzt gibt es kein Halten mehr. Schließlich lässt sich jeden Tag etwas Neues entdecken: Schubladen werden aufgezogen, Knöpfe gedrückt und die ersten Treppenstufen erklommen. Damit die Entdeckungstour in den eigenen vier Wänden aber nicht zur Gefahr für das Kind wird, sollten Eltern die Wohnung unbedingt kindersicher machen. Unsere Interior-Experten verraten Ihnen, was es zu beachten gibt und wie Sie Ihr Zuhause sichern, damit der Nachwuchs seine Streifzüge unbeschadet übersteht.

Wann sollte man die Wohnung kindersicher machen?

Klar, in den ersten Monaten bewegt sich ein Baby nicht viel – es wird gekuschelt, geschlafen und sich brav auf der Spieldecke umher gerollt. Spannend wird es erst, wenn Babys zu robben beginnen. Spätestens im Krabbelalter sollten Sie die Gefahrenquellen minimieren und offen liegende Steckdosen, Schränke sowie Treppen sichern. Beginnt Ihr Kind zu laufen, sind die bisher erfolgten Sicherungen noch einmal zu checken. Spitze Ecken sowie fiese Stolperfallen sollten unbedingt vermieden werden. Schubladen mit “gefährlichen” Utensilien wie z.B. Putzmitteln sollten außer Reichweite sein.

Praktischer Tipp: Ob die Kindersicherheit in Ihren vier Wänden ausreichend ist, lässt sich manchmal nicht so einfach feststellen. Betrachten Sie Ihre Wohnung hin und wieder aus der Perspektive Ihres Kindes. Setzen Sie sich auf den Boden und schauen Sie, welche Gegenstände mögliche Gefahren darstellen könnten.

Die Wohnung kindersicher gestalten: So geht’s

Welche Sicherungen für Ihre vier Wände notwendig sind, lässt sich pauschal nicht immer beantworten. Es kommt hier auf die wohnlichen Begebenheiten, aber vor allem auch auf das Kind selbst an. Es gibt Kleinkinder, die von Steckdosen magisch angezogen werden. Andere Kids lieben es, die Schublade mit dem Putzmittel in der Küche auf- und zuzuziehen. Welche Kindersicherungen für Sie ratsam sind, merken Sie oftmals erst, wenn Ihr Nachwuchs seine Entdeckungsphase startet. Es ist aber sinnvoll, ein paar grundsätzliche Vorkehrungen im eigenen Heim zu treffen.

Checkliste: Mit diesen 10 Tipps wird Ihre Wohnung kindersicher

  1. Steckdosen: Kindersicherungen an Steckdosen auf niedriger Höhe sind ein Muss – vor allem für Babys im Krabbelalter.
  2. Küche: Sobald Ihr Kind laufen kann, befindet sich der Herd in unmittelbarer Reichweite. Befestigen deshalb einen Plattenschutz am Herd, damit sich Ihr Nachwuchs nicht verbrennt. Auch der Herdgriff sollte gesichert sein. Mit einem Hitzeschutz für die Backofentür sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet. Elektrogeräte sollten Sie nach Gebrauch direkt wegräumen und stets außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  3. Giftige Stoffe: Medikamente, Putzmittel und Kosmetika gehören in einen Schrank, der außerhalb der Reichweite von Kindern liegt. Spezielle Tür- und Schubladensicherungen verhindern, dass Kinder die Möbel von alleine öffnen können.
  4. Möbelkanten: Spätestens wenn Ihr Kind laufen kann, ist der Eckenschutz Ihr bester Freund. Um Schnitte und Platzwunden zu vermeiden, sollten Sie alle spitzen Tisch- und Regalkanten mit einem selbstklebendem Schutz versehen. Im Kinderzimmer können Sie vorab für Kindersicherheit sorgen, indem Sie sich für Kindermöbel mit abgerundeten Ecken und Kanten entscheiden.
  5. Treppen: Sperren Sie die Treppen in Ihren vier Wänden ab! Das klassische Treppengitter nach oben und unten ist ein Must-Have, dass selbst wir noch aus unserer Kindheit kennen.
  6. Schlüssel: Eine Sache, die gerne vergessen wird: Die Zimmerschlüssel. Kinder sind äußerst kreativ und kommen nicht selten auf komische Gedanken. Damit sich Ihr Sprössling nicht versehentlich einsperrt, sollten Sie alle Schlüssel aus den Türen entfernen.
  7. Möbel: Wackelige Möbel bieten ein enormes Sicherheitsrisiko für die Kleinen. Denn entdeckungsfreudige Kids ziehen sich nicht nur an allem hoch, was sie greifen können, sondern klettern auch überall, wo es geht. Anti-Kipp-Möbelhaken sind hierfür ein Muss.
  8. Anti-Rutsch-Matten: Auch mit einem kleinen Wirbelwind zu Hause müssen Sie nicht auf hübsche Teppiche verzichten. Achten Sie aber darauf, dass Sie das gute Stück mit einem Gummiunterleger rutschfest machen. Ebenso sind Anti-Rutsch-Matten auf Treppenstufen sowie im Badezimmer eine gute Idee.
  9. Fenster: Balkontüren und Fenster sind für viele Kinder besonders spannend – vor allem dann, wenn sie offen sind. Lassen Sie Ihren Nachwuchs generell niemals allein am offenen Fenster oder auf dem Balkon spielen. Um diese Gefahrenquelle zu minimieren, sind Fensterstopper, mit denen das Fenster in verschiedenen Öffnungswinkeln fixiert werden kann, sehr hilfreich.
  10. Tischdecken & Pflanzen: Tischdecken sind ein echter Hingucker – das finden Babys auch und deshalb ziehen sie nur allzu gerne daran. Das kann aber ziemlich gefährlich werden. Daher sollten Sie auf Tischdecken und Läufer vorerst verzichten oder sie so dekorieren, dass Ihr Kind nicht herankommt. Auch Zimmerpflanzen sollten so gestellt werden, dass sie keine Gefahrenquelle für Ihr Baby darstellen.

Extra-Tipp: Das Babybett richtig absichern

Einige Sicherheitsvorkehrungen können Sie bereits in der Schwangerschaft umsetzen und die machen auch noch Spaß. Denn Sicherheit in den eigenen vier Wänden kann auch schön aussehen. Das gilt vor allem beim Babybett und Wickeltisch. Ein Fallschutz ist hier ein absolutes Muss. Auch wenn Babys in den ersten Monaten nicht wirklich mobil sind, beim Herumstrampeln können sie sich dann doch ganz plötzlich herumdrehen. Beim Babybettchen sollten Sie darauf achten, dass das It-Piece Standardmaße und mindestens das GS-Siegel hat. Auch die Abstände zwischen den Gitterstäben sollten nicht zu groß sein. Das birgt Gefahr, dass Ihr Kind seinen Kopf hindurchstecken kann.

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