Einfaches Brot mit Hefe selber machen zuhause

Wenn sich der Duft von frisch gebackenem Brot am Sonntagmorgen seinen Weg ins Schlafzimmer bahnt, dauert es keine fünf Minuten und wir sitzen bestens gelaunt am Frühstückstisch. Ob rustikal, mit Körnern oder ein klassisches schlichtes Sauerteigbrot – selbst gemacht schmeckt’s doch am allerbesten! Wir glauben ja, dass im DIY-Brot irgendeine Zauberzutat enthalten sein muss, die absolut süchtig macht. Und damit auch Sie Ihr Brot ganz einfach selber backen können, gehen wir die Anleitung hier Schritt für Schritt mit Ihnen durch. Neben dem einfachen Grundrezept finden Sie bei uns zudem viele praktische Tipps für ein gutes Gelingen. Lassen Sie sich inspirieren!

Lecker & einfach: Deshalb sollten Sie jetzt Ihr Brot selber machen

Klar, das Brot vom Bäcker ums Eck schmeckt auch. Doch es gibt wirklich jede Menge Gründe, jetzt selbst den Backofen anzuwerfen:

  1. Brot backen macht Spaß!

    Ob mit Sauerteig oder Hefe: Selbst gebackenes Brot duftet nicht nur herrlich, es schmeckt auch besonders aromatisch. Zudem macht vor allem das Zubereiten und Ausprobieren unglaublich viel Spaß.

  2. Der Geschmack ist perfekt auf Sie zugeschnitten!

    Lust auf ein Brot, welches zu 100 Prozent Ihren Geschmack trifft? Dann schwingen Sie unbedingt selbst den Kochlöffel und kneten sowie individualisieren Sie sich Ihren ganz persönlichen Brotteig.

  3. Es geht schneller als gedacht!

    Auch wenn man es vermutlich kaum glauben kann, aber das Brot selber machen braucht gar nicht so viel Arbeitszeit. Es lässt sich daher relativ schnell zubereiten.

  4. Sie backen mit natürlichen Zutaten!

    Einer der viele Gründe, warum das Selbermachen von Brot immer eine gute Idee ist: Sie wissen, welche Zutaten enthalten sind und können auf Allergene und künstliche Backtriebmittel getrost verzichten.

Das brauchen Sie zum Brot backen

Damit Sie beim Brotbacken bestens ausgestattet sind, sollten Sie ein paar Dinge bei der Grundausstattung beachten. Zudem verraten wir Ihnen, welche Zutaten fürs Gelingen eines simplen Rezepts nötig sind.

Die richtigen Zutaten zum Brot selber machen

Grundsätzlich benötigen Sie für ein klassisches Brotteig-Rezept nicht einmal eine Handvoll Zutaten. Bei denen sollten Sie dann aber auf Qualität setzen!

  • 2 g (Trocken-)Hefe: Wussten Sie, dass es über 1.500 verschiedene Arten von Hefepilzen gibt? Für das Backen von Brot wird aber nur die sogenannte Saccharomyces cerevisiae verwendet. Beachten Sie, dass Hefe (sowohl trocken als auch frisch) ab 4 °C schläft und bei 55 °C stirbt. Diese Temperaturen sollten Sie also vermeiden. Fürs Brotbacken können Sie übrigens sowohl trockene als auch frische Hefe problemlos einsetzen.
  • 500 g Mehl: Auch beim Mehl können Sie zwischen unterschiedlichen Sorten wählen. Generell eignen sich zum Brotbacken vor allem Weizen-, Dinkel- und/oder Roggenmehl.
  • 11 g Salz: Um den Geschmack des Brotes zu unterstützen, wird gerne Salz verwendet.
  • 350 ml Wasser: Nicht zu vergessen ist das Wasser. Das ist wichtig, um den Teig zu erhalten und Gluten auszubilden. Zum Besprühen des Brotlaibes wird ebenfalls Wasser benötigt.

Die besten Arbeitsutensilien zum Brot selber machen

  • Gusseiserner Topf mit Deckel (ofenfest)
  • Sprühflasche mit Wasser (für das gelegentliche Besprühen während des Backvorgangs – das gibt eine schöne Kruste!)
  • Teigspatel
  • Küchenwaage
  • Schüsseln
  • Scharfes Messer
  • Ofenhandschuhe
  • Küchensieb
  • Saubere Tücher (idealerweise aus Leinen)

Einfaches Rezept: Brot backen mit Hefe für Anfänger

Da Sie für das Herstellen von Brot wirklich nicht viel brauchen, müssen Sie in der Küche kein Kochprofi sein. Selbst Anfänger kriegen das gebacken! Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Ein kleiner Tipp direkt zu Beginn: Starten Sie mit der Zubereitung etwa zwölf Stunden vor dem Aufstehen.

  1. Lösen Sie die Hefe in Wasser auf.
  2. Geben Sie dann alle Zutaten in Ihre Küchenmaschine mit praktischer Knetfunktion. Alternativ können Sie den Brotteig auch für rund zehn Minuten mit der Hand kneten.
  3. Lässt sich der Teig problemlos vom Rand der Schüssel lösen, ist er „fertig“.
  4. Geben Sie den Brotteig nun in eine weitere Schüssel und decken Sie alles mit einem feuchten Geschirrtuch (möglichst aus Leinen ab). Alles für rund zwölf Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  5. Sind die zwölf Stunden vorbei, holen Sie den Teig aus der Schüssel und formen diesen zu einer Kugel. Achten Sie darauf, dass so wenig wie möglich vom Gas entweicht.
  6. Jetzt legen Sie eine kleinere Schüssel mit einem trockenen Tuch aus und bestreuen dieses mit gesiebtem Mehl. Anschließend legen Sie den Brotteig hinein.
  7. Das Ganze noch einmal für 60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
  8. Heizen Sie in der Zwischenzeit (nach etwa 40 Minuten) den Backofen sowie den gusseisernen Topf auf 230 °C vor.
  9. Ist der Ofen vorgeheizt, geben Sie das Brot in den Topf und schließen diesen mit dem dazugehörigen Deckel.
  10.  Nun das Brot bei 230°C für 20 Minuten backen.
  11.  Für eine bräunliche Kruste sollten Sie den Backofen auf 200 °C herunterdrehen, den Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten offen backen.
  12.  Wenn das Brot fertig ist, holen Sie es aus dem Backofen und lassen es für eine Stunde auf dem Gitter abkühlen. So lecker!

Extra-Tipp: Nach und nach können Sie Ihre Brötchen- und Brotrezepte nach eigenem Geschmack verfeinern! Wie wäre es zum Beispiel mit Gewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander oder mit Nüssen und Kernen?

Die besten Tipps für Ihren selbst gemachten Brotteig

Auch wenn das Brot selber machen kein Geheimnis ist und sich auch Hobby-Bäcker auf jeden Fall daran versuchen sollten: Manche Situationen sind für das ungeübte Auge etwas knifflig! Doch mit diesen Tipps und Tricks meistern Sie das Brotbacken im Handumdrehen:

Dafür ist die sogenannte Fingerprobe ideal! Drücken Sie einfach mit einem Finger ungefähr ein bis zwei Zentimeter tief in den Teig. Bildet sich dieser innerhalb von zehn Sekunden soweit zurück, dass eine kleine Kuhle von einigen Millimetern bleibt, ist das Brot fertig für den Backofen. Bildet sich die Kuhle hingegen kaum noch zurück, ist das Brot schon in der Übergare. Anders sieht es aus, wenn die Kuhle sofort wieder zurückspringt, dann muss der Teig nämlich noch etwas gehen.
Damit der die Hefe gut arbeiten kann, ist die richtige Temperatur wichtig. Die sollte auf keinen Fall zu kalt sein! Achten Sie deshalb auf eine angenehm warme Zimmertemperatur. Außerdem reagiert der Teig sehr empfindlich auf Zugluft, weshalb Sie die Schüssel stets zugedeckt lassen sollten. So kann nichts mehr schief gehen!
Fertig gebacken oder noch nicht? Das finden Sie heraus, indem Sie das Brot kurz aus dem Ofen nehmen und mit Ihren Knöcheln auf den Brotboden klopfen. Klingt es hohl, sollte das Brot fertig sein!

Selbst gebackenes Brot servieren und lagern

Selbst gebackenes Brot schmeckt einfach unglaublich lecker und lässt sich vielseitig servieren. Lust auf rustikales Hüttenfeeling? Ein leckeres Bauernbrot mit Kräuterquark ist die perfekte Brotzeit, die sich super schnell zubereiten lässt:

Am besten hält sich Brot übrigens in einem Brotkasten, da dort die Feuchtigkeit besser gehalten wird, ohne dabei Schimmel zu fördern. Haben Sie zudem noch jede Menge Brot über, können Sie dies auch super einfrieren.

Schneiden Sie den Laib dazu am besten in Scheiben, die Sie einfrieren. Dadurch müssen Sie nicht direkt das ganze Brot auftauen, sondern können sich bei Bedarf einzelne Scheiben herausnehmen und im Toaster mit Auftaufunktion auftauen – direktes Genießen ist natürlich inklusive!

Sie sind noch auf der Suche nach hübschen It-Pieces zur richtigen Lagerung Ihres Brots? Dann werfen Sie doch mal einen Blick in unsere Auswahl bei WestwingNow:


Lesetipp: Auf der Suche nach weiteren leckeren Rezeptideen? Dann entdecken Sie doch unsere Artikel zum Nudeln selber machen, Fermentieren oder Waffeln backen!