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Buchenholz

Na, haben auch Sie etwas aus Buche in Ihrem Zuhause? Ganz bestimmt. Denn Buchen sind nicht nur die häufigsten Laubbäume in Deutschland, ihr Holz gehört auch zu der wichtigsten und am häufigsten genutzten Art. Das Holz der Rotbuche, dem Klassiker der Klassiker, passt wunderschön zu anderen Hölzern mit rötlichem Stich. Ganz nebenbei ist Buche auch noch richtig umweltfreundlich. Nicht nur, dass es deutlich mehr Buchenholz gibt als wir tatsächlich verbrauchen, das Naturmaterial ist auch noch heimisch angesiedelt. Zusätzlich versorgen die herabfallenden Blätter den Boden mit wichtigen Nährstoffen und die Früchte bieten Tieren Nahrung. Der Baum selbst dient als Nist- sowie Höhlenbaum. Alles Weitere über das Buchenholz erfahren Sie hier:

Buchenholz: Verschiedene Arten und die Herkunft

Mit rund 15 Prozent der Waldfläche inDeutschlanddient Buchenholz, vor allem die Rotbuche, vorrangig als heimisches Nutzholz. Sie stellt sowohl bei uns als auch in weiten Teilen Europas die häufigste Art der Laubbäume dar und ist ein Hartholz.

Neben der Rotbuche liefet auch die Hainbuche (Weißbuche) Holz. Da dies allerdings andere Eigenschaften aufweist wird es nicht zum klassischen Buchenholz gerechnet, sondern zählt zu den Birken- beziehungsweise Scheinbuchengewächsen.

Ebenso bekannt sind auch folgende Buchenarten:

  • Amerikanische Buche
  • Chinesische Buche
  • Japanische Buche
  • Kerbbuche

Eigenschaften und Aussehen von Buchen

Da die Buche zu den Reifholzbäumen zählt, lässt sich bei Splint- und Kernholz kaum eine unterscheidbare Färbung erkennen. Der Stamm der Buche ist mit seinerglatten Rinde meist geradschäftig, zylindrisch und vollholzig. Erst nach rund 15 Metern ragen die ersten Äste aus dem Schaft heraus. Insgesamt kann eine Buche 30 bis 40 Meter hoch und 250 bis 300 Jahre alt werden. Allerdings agiert das hölzerne Material erst mit 100 bis 140 Jahren als Nutzholz. Was vor allem daran liegt, dass die Farbkernbildung erst im Alter stattfindet.

Technische Daten von Buchen:

  • Farbe: hell, rötlich grau-rosa bis gelblich
  • Maserung: sehr feine Poren sowie unregelmäßige Holzstrahlen
  • Härte: sehr hart
  • Elastizität: wenig elastisch
  • Oberflächendichte: 720 kg/m3
  • Schwinden: sehr stark
  • Beständigkeit: nicht witterungsfest
  • Rissen: neigt beim Trocknen zur Rissbildung

Die Rotkernbildung

In der Natur stellt die Bildung von einem Rotkern einen natürlichen Prozess im lebenden Baum dar. Hierbei werden die Reservestoffe, wie beispielsweise Stärke, in farbgebende Inhaltsstoffe umgewandelt. Die Rotkernbildung ist alterungsbedingt und bei vielen Baumarten genetisch. Sie führt zu hellem Splint- sowie farbigem Kernholz. Bei der Buche ist dies jedoch ein wenig anders. Hier ist die Farbkernbildung nicht genetisch, sondern wird durch äußere Faktoren beeinflusst. Das können unter anderem Standortbedingungen oder auch die Witterung sein. Die Kerne kristallisieren sich erst in einem höheren Baumalter heraus und zeichnen sich durch lebhafte sowie wolkig abgestufte rotbraune Färbungen aus.

Verwendung und Pflege von Buchenholz

Das Material der Buche wird als Rundholz, Schnittholz sowie Furnierholz vielseitig verwendet. Es kommt vor allem für stark beanspruchte Möbel wie Kindermöbel und Stühle infrage. Gleichzeitig findet Buchenholz aber auch in diesen Bereichen Verwendung:

  • Spielzeug
  • Klavierbau
  • Treppen
  • Parkett
  • Imprägnierte Gartenmöbel
  • Küchengeräte
  • Werkzeuge
  • Transportpaletten
  • Verpackungsindustrie

Ebenso wie Birkenholz überzeugt auch das Holz der Buche als sicheres Brennholz für Ihren Kamin oder Kaminofen. Es brennt als Kaminholz sehr lange und äußerst ruhig. Dabei entsteht zudem ein wohliger Duft. Das Feuerholz lässt sich ofenfertig kaufen.

Bei der Pflege ist weniger mehr! Verwenden Sie lediglich ein feuchtes Tuch sowie ein geeignetes Möbelpflegemittel. Da Holz auf Veränderungen im Raumklima empfindlich reagiert, sollte das Material einem nicht zu starken Wechsel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sein.

Die Verarbeitung

Einer der vielen Vorzüge, die Buchenholz zu bieten hat, ist die gute Bearbeitungsmöglichkeit. Das Naturmaterial lässt sich problemlos:

  • Schneiden
  • Fräsen
  • Hobeln
  • Bohren
  • Schleifen
  • Schnitzen
  • Drechseln
  • Polieren
  • Beizen
  • Einfärben

Achtung: Der dabei entstehende Staub ist krebserregend! Möchten Sie Buchenholz selbst bearbeiten, sollten Sie dabei unbedingt einen Mundschutz tragen.

Übrigens erhält das Buchenholz den warmen, leicht rotbraunen Farbton durch das sogenannte “Dämpfen” der frisch geschlagenen Stämme. Durch diesen Prozess quillt das Naturmaterial weniger auf und verzieht sich wenn überhaupt nur gering. Um Risse zu vermeiden, sollte das Holz lange getrocknet und vor der Verwendung ebenfalls ausreichend lange gelagert werden.

Buchenholz: Die Vor- und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
– Gute Elastizität– Schwer
– Haltbar und fest– Kann Risse bekommen
– Nachhaltig als heimisches Holz– Trocknet langsam
– Enthält kein Harz– Nur imprägniert wetterfest

Preise von Buchenholz

Die Preise für Buchenholz variieren aufgrund der unterschiedlichen Arten und der verschiedenen Qualitäten. Durchschnittlich können Sie bei Buchenholz aber mit 65 bis 85 Euro pro Erntefestmeter rechnen. Als Schnittholz muss man für Rotbuche ungedämpft etwa 550 bis 650 Euro pro m³ einkalkulieren. Entschieden Sie sich für eine gedämpfte Buche kann der Preis bis zu 750 Euro pro m³ gehen.

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Lese-Tipps: Klicken Sie auch in unsere Artikel Holzarten für die Übersicht oder aber in unsere Artikel zu hellem Holz und dunklem Holz.

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