Frau trägt Kopfhörer

Sie weckt in uns Erinnerungen, hilft beim Konzentrieren und lässt unsere Härchen auf den Armen zu Berge stehen: Musik ist mehr als nur eine beiläufige Melodie – sie ist ein wahres Wunder! Dabei ist es ganz egal, ob man auf klassische Musik steht oder sich am liebsten zu schnellen Rhythmen bewegt: Songs wecken Gefühle und können – richtig eingesetzt – sogar unsere Produktivität steigern. Lassen Sie uns mehr Musik hören – und sie zu unserem Vorteil nutzen! Hier finden Sie allerlei Informationen rund um das Thema Musikhören und unsere liebsten Playlists für mehr Produktivität.

Was passiert mit uns, wenn wir Musik hören?

Musik hören ist mehr als nur eine nette Nebenbeschäftigung: Songs und Melodien, die uns gefallen – zum Beispiel, weil sie unsere aktuelle Stimmung widerspiegeln – kurbeln die Dopamin-Produktion in unserem Gehirn an. Dopamin ist auch bekannt als Glückshormon: Es wird beispielsweise ausgeschüttet, wenn wir essen oder wenn wir eine Person sehen, die wir lieben. Musik hören kann also das gleiche verursachen wie Ihr Schwarm: Sie zaubert uns ein Lächeln auf die Lippen, sorgt für Herzklopfen und beschert uns eine Gänsehaut.

Doch was genau passiert da in unserem Gehirn, wenn wir Musik hören? Zunächst einmal gelangen die Schwingungen der Musik als mechanischer Reiz in unser Ohr, wo sie zu einem neuronalen Signal umgewandelt werden. Dieses Signal aktiviert weite Bereiche des Gehirns – zum Beispiel das vegetative Nervensystem, das Atmung und Herzschlag beeinflusst, sowie die visuellen Zellen, wodurch wir uns beim Musik hören die spielenden oder singenden Musiker*innen vorstellen können.

Außerdem tritt das limbische System in Aktion, das darüber entscheidet, ob uns ein Song gefällt. Ist dies der Fall, kommt auch unser Belohnungssystem zum Zug, das etwa mit einer Gänsehaut oder einem Lächeln reagiert. Bei schlechter Stimmung sollten Sie das nächste Mal also einfach etwas Musik abspielen – die gute Laune kommt von allein!

Warum bekommen wir Gänsehaut beim Musik hören?

Ob man bei bestimmten Liedern eine Gänsehaut bekommt oder nicht, ist sehr individuell. Meist handelt es sich dabei um Musik, die an eine bestimmte Situation oder eine Person erinnert – und dadurch Gefühle in uns auslöst. Doch warum eigentlich?

Laut einer Studie des Brain and Creativity Institutes in Südkalifornien zeigen sich bei Menschen, die eine Gänsehaut von Musik bekommen, viele Verbindungen zwischen dem auditorischen Cortex und dem Bereich, der für die Verarbeitung unserer Gefühle zuständig ist. Sie sind dadurch empfänglicher für musikalische Empfindungen. Personen, die nur wenige dieser Verbindungen aufweisen, empfinden Musik als weniger intensiv und bekommen daher auch seltener eine Gänsehaut.

Kann das Musik hören eine heilende Wirkung haben?

Das Abspielen der Lieblings-Playlist hat für viele Menschen eine fast schon therapeutische Wirkung. Und das ist gar nicht so weit hergeholt. Denn mehrere Studien konnten beweisen, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen Musik hören und unserer Gesundheit gibt. So kann das Hören von entspannter Musik den Blutdruck und die Atemfrequenz deutlich senken, wodurch automatisch Stress abgebaut und Ängste minimiert werden.

Die Ruhr-Universität Bochum konnte dies etwa mit einer Symphonie von Wolfgang Amadeus Mozart bewirken: Die Herzfrequenz der Probanden sank beim Hören des Stücks um etwa sieben Schläge pro Minute; ebenso verringerte sich die Konzentration des Stresshormons Cortisol. Eine Studie der Universität Pennsylvania konnte gar belegen, dass Musik fast so beruhigend wirkt wie Medikamente. Aus diesem Grund nutzen manche Kliniken die Kraft der Musik, um Patienten kurz vor einer OP zu besänftigen.

Übrigens: Wer selber musiziert, hält sein Gehirn fit! Denn dabei kommen nicht nur die Bereiche für Gedächtnis und Emotionen zum Einsatz, sondern obendrein Areale für die Bewegungssteuerung, der Tastsinn sowie die optische Wahrnehmung. Laut Harvard Medical School kann das sogar die Alterung des Gehirns verlangsamen!

Bessere Konzentration: Musik hören macht produktiv

Da das Hören einer Playlist nachweislich das Stressniveau sinken lassen kann, machen sich viele Menschen rhythmische Klänge beim Arbeiten zu Nutze: Die richtige Song-Auswahl hilft nämlich nicht nur dabei, sich von störenden Nebengeräuschen abzulenken, sondern fördert zugleich unseren Fokus und dadurch die Produktivität.

Damit das Musik hören am Arbeitsplatz wirklich zu einer Produktivitätssteigerung führt, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Hören Sie beim Arbeiten nur solche Musikrichtungen, die positiv stimmen oder eine neutrale Stimmung bewirken. Traurige Songs sollten Sie im Büro besser vermeiden.
  • Besonders gut eignen sich folgende Musikstile: Ambient, Easy Living, Chill-Out, Lounge Music, Down-Tempo, klassische Musik, Instrumental und spezielle Entspannungsmusik (z. B. Naturgeräusche). Natürlich ist die Musikwahl eine sehr individuelle Angelegenheit – probieren Sie sich daher einfach mal durch ein paar Konzentrations-Playlists oder erstellen Sie eine eigene.
  • Die Songs in Ihrer Arbeits-Playlist sollten möglichst wenig Lyrics beinhalten. Texte und Stimmen lenken häufig ab, sodass man den Fokus verliert. Daher ist auch klassisches Radio eher kontraproduktiv.
  • Stimmen Sie die Musik mit Ihren Tätigkeiten ab. Bei Routine-Aufgaben dürfen es gerne auch mal Charts oder poppigere Lieder im Hintergrund sein. Für konzentriertes Arbeiten hingegen eignen sich Instrumental und Klassik deutlich besser.
  • Drehen Sie die Musik nicht zu laut. Sie sollte gerade so die Geräusche um Sie herum verdecken, ohne dabei selbst zu ablenkend zu sein.
  • Gönnen Sie sich und Ihren Ohren zwischendurch eine Pause. Auch die Stille kann anregend sein und die Kreativität beleben.

Die besten Playlists, um produktiv zu arbeiten

Keine Zeit, selbst passende Musik fürs Arbeiten zu suchen? Dann nutzen Sie ganz einfach unsere bedacht zusammengestellten Spotify-Playlists für mehr Produktivität und Konzentration – egal ob ruhige Tunes fürs Homeoffice oder entspannende Rhythmen fürs Büro.

  • Home Office Tunes: Eine Playlist mit ruhigen Rhythmen, unaufdringlichen Lyrics und entspannenden Liedern – unter anderem von Maribou State und Nicolas Jaar. Perfekt für alle, die von zuhause arbeiten.
  • Yoga & Meditation: Die Klänge dieser Playlist sorgen für eine ruhige Grundstimmung. Achtsames und bewusstes Arbeiten fällt damit garantiert leichter. Auch perfekt für eine kleine Meditationspause!
  • Monday Motivation: Starten Sie mit guter Laune in die neue Woche! Die Playlist bietet eine bunte Mischung aus Klassikern und aktuellen Hits – von den Beatles bis zu Ed Sheeran.
  • Sunny Day: Sorgen Sie für tropische Vibes im Arbeitszimmer: Mit diesen Songs erledigen sich Routine-Arbeiten fast von allein.
  • Dark Academia: Unsere nostalgische Spotify-Playlist zum Lernen, Lesen oder für ein Päuschen zwischendurch.

Musik hören hilft beim Sport

Musik hören motiviert nicht nur beim Arbeiten, sondern kann auch helfen, die sportliche Leistung zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kamen zahlreiche Studien, die den Zusammenhang zwischen Musik und Sport untersuchten.

So erleben wir den Sport beispielsweise intensiver, wenn wir dabei Musik hören, und geben obendrein mehr Gas. Denn anregende Beats und Rhythmen lenken von der Anstrengung ab und wirken gleichzeitig motivierend. Besonders schnelle Musik mit etwa 120 BPM lässt uns effizienter sporteln – sei es nun beim Joggen, im Gym oder auf der Matte zuhause.

Übrigens kann ein konstanter Beat beim Musik hören helfen, gleichmäßiger zu atmen, was vor allem bei ausdauernden Sportarten förderlich ist.

Frau hört Musik über Kopfhörer

Streaming-Anbieter: Hier können Sie Musik kostenlos hören

Schon lange ist die Zeit vorbei, in der man fürs Musikhören ein extra Gerät benötigte oder sich zunächst durch die Kassetten- bzw. CD-Sammlung quälen musste. Heutzutage haben wir dank unseres Smartphones Millionen von Songs und die besten Playlists jederzeit online verfügbar.

Dafür muss man in vielen Fällen nicht einmal bezahlen, denn es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Streaming-Anbieter, bei denen Sie einzelnen Songs, ganzen Alben oder perfekt abgestimmten Playlists kostenlos lauschen können. Daneben gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Online-Radios wie Antenne Bayern, RockAntenne und Co. zu nutzen.

Bei diesen Streaming-Anbietern können Sie Musik kostenlos hören:

  • Spotify Music
  • Deezer Music
  • SoundCloud
  • YouTube
  • Amazon Music Free
  • Tidal

Tipp: Bei den meisten kostenlosen Streaming-Anbietern müssen Sie Werbung in Kauf nehmen, die zwischen einzelnen Liedern eingespielt wird. Ein Upgrade auf ein bezahltes Abo ist meist gar nicht so teuer und lohnt sich vor allem für Vielhörer.

Für mehr Tipps rund um Konzentrationssteigerung in der Arbeit, klicken Sie sich doch mal durch unsere Artikel: