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Dein WestwingMäntel-Guide

An Mänteln lieben wir besonders den Aspekt des Einkuschelns: Zuhause schlüpfen wir zum Entspannen gerne in unseren Bade- oder Morgenmantel und an einem Wintertag im Freien schützt uns unser Daunen- oder Wollmantel vor Kälte. Welches wichtige Detail wir beim Mantel allerdings nicht übersehen dürfen, ist sein Talent, unsere Looks das ganze Jahr über aufzuwerten und uns eine natürliche Lässigkeit zu verleihen.

Das lateinische Ursprungswort für Mantel bedeutet so viel wie Decke oder Hülle und lässt vermuten, Mäntel seien lediglich Kleidungsstücke zum Einhüllen – was ihnen natürlich in keinster Weise gerecht wird! Neben Jacken, Jeans, anderen Hosen, Shirts und Accessoires sind Mäntel unsere liebsten Style-Objekte!

Mäntel – Ursprung und Wandel

Mäntel wurden nicht immer mit einer lässigen Attitude in Verbindung gebracht. Ursprünglich waren sie Teil einer Uniform und hatten immer etwas Militärisches an sich. Sie waren ausschließlich für Herren und in militärischen Farben wie Beige, Grün oder Schwarz. Während das Tragen von Mänteln in Zeiten vor unserer aktuell herrschenden Mode-Demokratie außerdem einer strikten Ordnung untergeordnet war, passen wir heute die Wahl unseres Mantels nicht mehr unbedingt an Anlass, soziale Gegebenheiten und saisonale Bedingungen an. Letztere spielen natürlich immer noch eine wichtige Rolle, denn es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir im Sommer zu einem Wintermantel greifen oder anders herum. Sehr wohl werden jedoch Übergangsmäntel, die uns im Frühjahr oder Herbst beispielsweise vor Regen schützen sollen, „zweckentfremdet“ und ganzjährig eingesetzt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Wandel des Mantels innerhalb der sozialen Kleiderordnung, die fast komplett aufgelöst wurde. So haben viele angesagte Mäntel wie Parkas, Peacoats und Trenchcoats ihren Ursprung ebenfalls im militärischen Bereich. Noch vor einiger Zeit wäre es undenkbar gewesen, sich als Frau in solch ein Kleidungsstück zu hüllen. Heute verleihen wir unserem Look dank dieser Mäntel etwas Toughes und Maskulines und wappnen uns mit ihnen gegen die Herausforderungen des Großstadt-Dschungels.

Mäntel als Ikonen – Der Trenchcoat

Wie so viele Mäntel, die wir gerne tragen, kann der Trenchcoat mit einem militärischen Background in Verbindung gebracht werden. So diente er in beiden Weltkriegen dank seines festen, wasserabweisenden Materials Soldaten in den Schützengräben als robuster Schutz gegen die dort herrschenden widrigen Umstände.

In modernen Zeiten wird der Trenchcoat als Regenmantel eingesetzt. Wir tragen ihn aber auch gerne das ganze Jahr über als Business-Mantel auf dem Weg ins Büro oder um unserem Look einen frühlingshaften oder herbstlichen Touch zu verleihen. Kombiniert mit Sneakern und Beanie zaubert uns der Trenchcoat außerdem einen urbanen Look und erzeugt genau diese zufällig entstandene Lässigkeit, die viele von uns ausstrahlen wollen.

Neben seiner Rolle als Allrounder ist der Trenchcoat eine Ikone und Aushängeprodukt des Designs aus dem Hause Burberry, das den ersten Trenchcoat Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt brachte und für die Erfindung des Trenchcoat-Materials Gabardine, einem wasserfesten Wollstoff, verantwortlich ist.

Mäntel als Ikonen – der Camel-Mantel

Als Fashion-Statement mindestens genauso stark wie der Trenchcoat ist der Kamelhaar-Mantel von der Marke Max Mara. Seit 30 Jahren hält sich diese Ikone des Max Mara Designs als Bestseller und hüllt prominente Damen wie Testimonial Jennifer Garner oder Katie Holmes, aber auch hippe Bloggerinnen wie „Man Repeller“ Leandra Medine ein.

Der Grad der Popularität dieses Kleidungsstücks ist kaum verwunderlich, gilt die beige Wolle der zweihöckrigen Tiere doch als die beste der Welt und der lange Schnitt des Mantels mit wollenem Taillen-Gürtel als absoluter Figur-Schmeichler.

Was das Styling betrifft, ist der Camel-Mantel ebenfalls ein absoluter Allrounder. Er perfektioniert einen eleganten, klassischen Look, ist aber auch in einer jüngeren, coolen Styling-Variante über einem Denim-Outfit und mit lässig geknotetem Ledergürtel in der Taille ein wahrer Hingucker.

Was Sie außerdem über Mäntel wissen sollten!

Sowohl bei Winter-, als auch bei Sommermänteln gibt es hilfreiche Tipps, die Ihnen den nächsten Mantelkauf erleichtern sollen. Wer eine baldige Investition in einen guten Daunenmantel für den Winter plant, sollte unbedingt auf das Daunen-Federn-Verhältnis achten. Exemplare mit einem Verhältnis von 70 zu 30 Prozent wappnen Sie bereits gut gegen die Kälte, jedoch ist natürlich immer Luft nach oben und je höher der Daunenanteil, desto kuscheliger und wärmer der Mantel. Daunenmäntel sehen nicht nur mit Schal, Mütze und kniehohen Stiefeln, sondern auch bei milderem Wetter mit einem mädchenhaften Kleid und derben Schnürboots gekonnt kombiniert aus.

Mit einem Sommermantel aus Baumwolle oder einem anderen leichten Stoff sind Sie auch bei wärmeren Temperaturen immer gut angezogen. Hier ist die Qualität des Materials besonders wichtig, damit Sie nicht ins Schwitzen geraten. Eine tolle Alternative zum Sommermantel ist ein Kimono, den Sie cool zu Highwaist-Shorts und bauchfreiem Crop Top kombinieren können und somit den perfekten Festival-Look kreieren.

Mäntel und Jacken, aber auch passende Schuhe und Accessoires lassen sich übrigens am besten im Online-Sale bei Esprit, Marc O’Polo oder Zara abstauben, aber man muss schnell sein: Oft sind Größe 36 und 38 am schnellsten weg!

Was wir uns von den Winter-Streetstyles abgucken können: Mäntel funktionieren nicht nur in der Kombination mit Hose und Pulli oder Kleid, sondern sehen als Bestandteil mehrerer Lagen extrem lässig aus – warum nicht einmal einen Parka über eine rockige Lederjacke werfen? Einen schweren Wollmantel über zarte Kleider oder eine Mantelweste über einen edlen Blazer? Oder ein gehäkelter Mantel über einem seidigen Pullover? Auch zu kurze Röcke kann man mit einem lässigen Mantel ausgleichen. Die Möglichkeiten, in einem Mantel eine perfekte Figur zu machen sind geradezu unerschöpflich und die Erfolgsstory der Mäntel noch lange nicht ausgeschrieben!