Bei Odette Simons zu Hause

Die letzten Tage haben wir Städte aus ganz Europa präsentiert, heute sind wir in Amsterdam bei Odette Simons, Style Director von Westwing Amsterdam, die Sie in ihr Zuhause einlädt.

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Odette hat sich sofort in das Haus aus den 20ern verliebt, als sie es das erste mal betrat. Das wundert wohl kaum jemanden! Dieses Badezimmer? Wow! Die Dachterasse? Wow! Und wenn Sie erst das Wohnzimmer sehen, wollen Sie gar nicht mehr raus aus Odettes bezauberndem Reich!

Auf den Kopf gedreht

„Es war wirklich Liebe, als ich das erste mal in dieses Haus kam. Ich habe die Einrichtung des Vormieters überhaupt nicht gemocht, aber ich habe gefühlt, dass ich hieraus unbedingt mein Zuhause machen wollte. Ich wollte diesem Ort geben, was er brauchte. Wir haben es ziemlich drastisch verändert – die Böden rausgerissen und ersetzt, das Schlafzimmer haben wir nach unten verlagert, sodass wir oben viele Wände rausreissen konnten, um diesen gigantischen, hellen Wohnbereich zu kreieren. Von dort aus gelangt man auch auf die Dachterrasse, so muss niemand erst durch unser Schlafzimmer, um die fabelhafte Aussicht auf das Meer und den Leuchtturm zu geniessen!“

Weiss + Grau = gemütlich?

„Jeder, der bei uns zu Besuch ist, ist erstaunt wie hell und gross das Wohnzimmer ist. Weil man erst die Stufen nach oben gehen muss, ist es für alle immer eine Überrraschung, was sie nun erwartet. Ich bin immer sehr beschäftigt mit der Einrichtung unseres Zuhauses gewesen, aber mein Freund hat immer alles scharf beobachtet. Er hat sich immer gefragt, ob es wohl gemütlich wird, als ich anfing alles in Weiss und Grau zu halten, aber dank ein paar Moodboards konnte ich ihm diese Angst leicht nehmen. Jetzt ist es gemütlich, weil das Licht mit den cleanen Farben spielt und natürlich durch die hohen Decken – ich liebe sie einfach!“

Alt und Neu

„Alles bei mir Zuhause ist ein Mix aus Alt und Neu – deshalb würde ich auch behaupten, dass ich einen zeitlosen Stil gefunden habe. Ich liebe Materialien wie Metall, Glas und Holz. Und viele meine Möbel lösen bei mir Erinnerungen, deshalb liebe ich sie so und werde sie immer behalten. Wie die Box in meiner Küche: Ich habe sie von meiner Stiefgrossmutter bekommen – sie hat sie gekauft, als sie von Indonesien in die Niederlande zog. So wie auch mein Schränkchen: es war auch ihrs und ist schon fast 100 Jahre alt. Mein Center-Piece ist der grüne Artifort Sessel. Eigentlich war er mal Lila, aber als ich hier einzog wurde er eben grün – es ist sogar ein Orginalbezug. Ich wollte nicht, dass es hier zu girly aussieht.“

Grünes Licht

„Bei Grün werde ich schwach und wenn es um Licht geht. Ich habe eine weisse Hängelampe in jedem Raum, sogar eine aus einem Buch. Viele sagen, dass sie hässlich ist, aber ich liebe sie und sie ist auch noch grün! Ich stelle gerne komische oder lustige Dinge auf meine Designer-Kommode. Viele Dinge sind nur so toll, weil sie eigentlich hässlich sind. Ich habe zum Beispiel eine silberne Katze, die mir meine Mutter geschenkt hat… ich würde Sie niemals wegwerfen! Mein Tipp: Ihr Zuhause muss Sie glücklich machen!”

Geschichten erzählen

„Ich finde es ist wichtig, dass man nichts zu Hause hat, das exakt den selben Stil hat. Ich habe eine klare Basis, die ich mit Grün, Blau oder anderen Farben kombiniere. Man sieht es an den bunten Kissen oder den Büchern aus meiner Teenie-Zeit. In einer unkonventionellen Lampe oder einer grossen Vase. Grosses und Kleines zu mischen ist auch wichtig. Man sollte Trends nicht zu sehr folgen. Ich frage mich immer bevor ich etwas kaufe, ob ich es in ein paar Monaten noch mag. Gegenstände, die eine Geschichte erzählen, sind das Fundament meines Zuhauses.“

Die erste Badewanne

„Jahrelang hatte ich den Traum einer eigenen Badewanne – ich hatte zuvor noch nie eine. Und deshalb wollte ich, dass sie einen sehr prominenten Platz in meinem Badezimmer bekommt. Sie ist genau vor der Wand, die das Bad optisch vergrössert. Es gabe keine Fliesen in dem Bad, aber ich habe welche in marokkanischem Stil einbauen lassen. Ich liebe es, dass das Bad mir so ein Gefühl gibt – hier kann ich meinen Tag beginnen, aber genauso kann er hier entspannt enden.”

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Darf ich bitten?

„Es gibt einige Orte in meiner Wohnung, wo ich gern sitze. Meistens in meinem grünen Artifort Sessel. Wenn ich fernsehen will, drehe ich ihn einfach um. Aber ich geniesse es auch, wenn ich in der Mitte an unserem grossen Esstisch sitze. Es ist super zum arbeiten und natürlich auch fürs gemeinsame Abendessen. Meine Couch steht in der Mitte des Raumes und hat viel freien Platz um sich herum – etwas, das sehr lange auf meiner Wunschliste stand. Von hier aus kann ich nach draussen gucken – das inspiriert mich sehr.“

Auf dem Dach

„Wir haben eine Dachterrasse, von der aus man ganz Amsterdam sehen kann. Sie ist sehr gross mit sechs auf sechs Metern. Wir haben eine sechs Meter lange Bank eingebaut, sodass jeder hier Platz hat und man auch bequem Freunde einladen kann. Man hört die Vögel singen und riecht das Meer. Wenn ich hier oben bin, fühle ich mich sehr frei, weil kaum sonst einer in der Gegend eine Dachterrasse hat.”

“Neben der Küche habe ich auch noch eine kleine Terrasse – hier habe ich einen kleinen Kräutergarten angelegt. Ich muss nur giessen, sonst nichts, denn ich bin nun wirklich kein Gärtner.“

Typisch Holland

„Was mein Zuhause typisch niederländisch macht, ist vor allem mein Kater Jaap, der mich jeden Tag sehr herzlich begrüsst, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Als Niederländer ist man sehr naturverbunden und all das, genau wie die jungen neuen Designer, findet sich in meiner Wohnung wieder.“

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Stilgefühl

„Neben meiner Arbeit bei Westwing bin ich Interior-, Fashion- und Werbestylistin. Mein Modebewusstsein und Einrichtungsstil sind miteinander verbunden. Es muss einfach und bequem sein. Ich trage gern Turnschuhe, aber genauso mag ich Bleistiftröcke und dazu High Heels. In meinem Kleiderschrank hängen Sachen, die ich schon Jahre habe, genau wie bei meinen Möbeln. Irgendwie ist es verbunden und ich style mich sogar so, wie ich mich einrichte.“

Was wäre wenn?

„Wenn mein Zuhause in einer anderen Stadt wäre, dann wahrscheinlich in New York, weil es so ein kreativer und inspirierender Ort ist. Aber auch Bali fände ich schön, da ist es schön und ruhig.“

Home sweet home

„Was mein Zuhause ausmacht sind natürlich mein Kater und mein Freund. Auch das Licht und die Ruhe in meiner Wohnung lassen mich schnell entspannen. Meine Sachen erzählen eine Geschichte – meine Geschichte. Deswegen fühle ich mich jedes mal zu Hause, wenn ich durch die Eingangstür komme.“

Ihr Zuhause haben Sie nun gesehen. Lust auf eine City Tour durch Amsterdam? Odette Simons zeigt hier ihre schönsten Orte!

Fotos: Westwing

Lea Marquardt

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