Ferienhaus in Andalusien

Marielle, ihr Mann und ihre Kinder lebten schon in etlichen Städten rund um den Globus – wirklich zuhause fühlt sich die sechsköpfige Familie aber in ihrem Ferienhaus in Andalusien.

Seitdem Marielle und ihr Mann vor 18 Jahren die Niederlande verliessen, sind sie auf der ganzen Welt zu Hause – egal ob Wien, Zürich, Düsseldorf oder Madrid. Gerade leben sie und ihr Mann Jan Hein mit ihren vier Kindern in Toronto. Da die Herzen doch europäisch schlagen, und sie Spanien vermissten (die Familie lebte fünf Jahre in Madrid), musste ein Kontrastprogramm zur kanadischer Heimat her. Zumindest im Sommer. So entschlossen die Familie, sich in Andalusien ein Ferienhaus zu kaufen. Ein weiterer Punkt auf der Weltkarte, das sie ihr Zuhause nennen.

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Marielles Lieblingsstück im Haus: Der schwarze Stierkopf im Wohnzimmer

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„Als wir noch in Madrid lebten, sind wir viel in Spanien gereist. Und während jedem Urlaub, entdeckten wir etwas Neues vom Land. Wir waren so beeindruckt von der Kultur, dem Essen, der Lebensqualität. Hier fühle ich mich zu Hause. Im Sommer 2010 hatten wir ein Haus in Vejer de la Frontera in Andalusien gemietet. Es ist eines der Dörfer Andalusiens, das über ein maurisches Flair verfügt. Das Haus war in genau diesem idyllischen Ort, wo alle Häuser weiss sind und ich dachte nur: Das will ich auch! Am Morgen im eigenen Haus aufwachen, Kaffee tringken, eine Zeitung oder ein Buch lesen und dann mit der ganzen Familie frühstücken.“

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Kurz darauf  begannen Marielle und Jan Hein ihr Traumhaus mit Hilfe von einem Makler zu suchen. „Nachdem ich die ersten Bilder von diesem Haus gesehen habe, dachte ich nur eins: Wow! Es gab eine offene Terrasse mit einer Palme in der Mitte, alte spanische Fliesen im Erdgeschoss, eine grosse Terrasse mit einer sagenhafter Aussicht und unsere sechsköpfige Familie hat genügend Platz. Wir hatten eine Menge an Umbauarbeiten zu tun, aber es war jeden Cent wert.”

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„Das Haus ist über 400 Jahre alt und es gibt keine Zeichnungen vom Grundriss. Wir wussten also nicht, welche Wände tragende Wände sind. Darüber hinaus gibt es keine Gasleitungen im Dorf aber wir wollten eine Zentralheizung. Also mussten wir Heizkörper und Warmwasserleitungen selbst bauen, was auch schwierig war, weil die Wände teilweise eineinhalb Meter dick sind“, erzählt sie.

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Marielle liess sich beim Einrichten von Marokko und Spanien inspirieren. Der Stil basiert auf den Riads in Marrakesch und den Paradores in Spanien.” Das spiegelt sich in den marokkanischen Lampen, Kissen, Decken und Wandelementen, die im ganzen Haus verteilt sind wider. Marielle und ihr Mann haben versucht, das Haus so originalgetreu wie möglich zu halten: Beispiele sind die ursprünglichen Fussböden, Fliesen und Waschbecken im Hof. Es lassen sich aber auch viele persönliche Elemente finden, einschliesslich Bilder der Kinder.

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„Ich liebe es, wie lichtdurchflutet das Haus ist. Alle Wände sind Weiss gestrichen und im ersten Stock ist sogar der Holzboden weiss. Die alten Häuser in Vejer haben kleine Fenster, und lassen nicht allzu viel Licht oder Wärme hinein. Deshalb haben wir ein paar davon herausgebrochen und erweitert.“ Da sehr viel in Weiß gehalten ist, konnte Marielle leichter mit Farbe arbeiten. So dominiert die Farbe Grün in einem der Schlafzimmer, in anderen Zimmern Lavendel, Beige oder Blau.

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„Das Haus und seine Lage in Vejer passt perfekt in unser gegenwärtiges Leben“, erzählt Marielle. „Darüber hinaus gibt es uns ein starkes Heimatgefühl.“

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Seit ihrer Kindheit, liebte es Marielle Märkte oder Antiquitätenläden nach einzigartigen Dingen zu durchforsten. „So habe ich einige Schränke aus Österreich und der Schweiz.“ Andere Möbel kaufte sie in Madrid. „Einer meiner Lieblings-Läden, wo ich ganz viele Sachen für unser Haus gekauft habe, heisst Berberia, ein Geschäft im Zentrum von Madrid, spezialisiert auf Lieferungen aus Nordafrika. ”

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„Wenn wir irgendwann wieder in den Niederlanden leben, sofern wir etwas Passendes in Amsterdam finden, werden wir unsere Zeit zwischen Amsterdam und Vejer teilen und nicht nur in den Sommermonaten herkommen, wie wir es gemacht haben, als wir noch in Toronto gewohnt haben.“

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„Mein Lieblingszimmer ist das Wohnzimmer. Am Morgen kann ich die Fenster öffnen, setze mich auf den Sessel, lege meine Beine auf das Fensterbrett und so kann ich den ganzen Tag verweilen.” Marielle sitzt abends auch gerne mal auf dem Dach und geniesst den Ausblick: „Hier hört und riecht man alles und kann zusehen, wie sich das ganze Dorf auf den Abend vorbereitet. Das Haus und seine Lage in Vejer spasst perfekt in unser gegenwärtiges Leben“, erzählt Marielle. „Darüber hinaus gibt es uns ein starkes Heimatgefühl.“

Fotos: Westwing

Teresa Mayer

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