Zu Hause bei Jana Gutsche

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„Eigentlich ziehe ich wahnsinnig gerne um – in der Regel alle drei Jahre, nur hier wachse ich langsam fest“, sagt Jana Gutsche. Das glauben wir sofort, als wir die Kreativdirektorin der Zeitschrift freundin in ihrem Zuhause besuchen. Wie sie wohnt? Genauso, wie sie sich kleidet: maskulin, cool und mit einem feinen Gespür für ungewöhnliche Details.

Jana Gutsche wohnt, wie sie sich kleidet: maskulin, cool und besonders

Mit ihrem Freund, dem Gastronom Marlon Schuler (GIRLS BAR) wohnt Jana seit fast fünf Jahren zwischen industriellen Möbelklassikern, ausgewählten Vintage-Pieces und Andenken, die sie von ihren zahllosen Produktions-und Fotoreisen mitbringt. Der Rahmen des stilvollen Mix? Eine 3-Zimmer-Altbau-Wohnung mit direktem Blick auf die Isar und das deutsche Museum.

„Die Wohnung hat einen tollen Vibe! Sie ist sehr sonnig, hat gut erhaltenen Stuck, überall Holzdielen – ein gut restaurierter Altbau eben. Beim Einrichten setzen wir immer intuitiv auf dunkle und harmonische Farben. Nichts ist nutzlos, alles soll auch einen praktischen Bezug haben und nicht einfach nur Deko sein. Wir beide sind berufsbedingt so vielen Eindrücken ausgesetzt, dass wir in der Wohnung lieber zur Ruhe kommen wollen. Die Zeit die wir hier sind, soll der Entspannung dienen.“

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„Wir bringen von jeder Reise etwas mit und wenn es nur etwas Kleines ist, wie neue Gläser aus Marrakesch oder Teller aus Mexiko.“ Ihre schönste Erinnerung? „Unser Teppich aus Istanbul, den wir in einer zwielichtigen Stube über den Dächern des Bazars gekauft haben und der jetzt im dritten Zimmer liegt.“

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„Dieses Zimmer ist eigentlich Marlons Zimmer –wo er und seine Jungs abhängen können. Mir war wichtig, dass er sein eigenes Reich hat, wo auch mal Unordnung herrschen darf, was sich mit meinem sonstigen Ordnungs-Fimmel nicht so versteht.“ Hier befinden sich viele Reise-Bücher und Bildbände, Familienfotos, eine fast vollständige Spirituosen-Sammlung inklusive Barbesteck, Maler-Utensilien, bis hin zu einer ausrangierten Pistole.

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Auch das Wohnzimmer wirkt durch die dunkle Farbgebung und dem Schuss an Industrie-Design magisch ausgeglichen. „Die Leder-Sessel aus den Siebzigern sind ein Geschenk von Marlons Mutter, die sie in einem Vintage-Laden gekauft hat. Sie passen super rein, da wir eh ein Faible für die coolen Siebziger haben.“

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„Alles was wir hier an Kunst haben, hat einen persönlichen Bezug, was uns irgendwie wichtig geworden ist. Alle grossen Fotografien sind zum Beispiel von Marlons Vater, der in den Achtzigern als Modefotograf gearbeitet hat. Die Malereien und Grafiken sind wiederum von befreundeten Grafikern und Künstlern oder einfach selfmade.“

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Simple und mit einem Schuss Industrie-Charme hält es Jana auch im Schlafzimmer: Graue Bettwäsche, ein Retro-Schreibtisch, den Jana für 50 Mark vor vielen Jahren in Berlin gekauft hat, dazu ein Vintage-Eames Stuhl.

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Die individuelle Zusammenstellung aus einzigartigen Stücken, arrangiert in einem nicht zu sehr gewollten Kontext, macht das Interior so besonders. Die Truhe im Wohnzimmer, die aus einer alten Schule stammt, Treibholz von der Isar, was in einer Vase gebündelt steht, oder die alten Lampen, die Jana bald aufarbeiten lassen will: „Ich muss den Lampen mal ein neues Kabel verpassen, bin mir aber noch nicht sicher, ob mit Kontrast in Neon oder einfach mit einem klassischen schwarzen Stoffkabel. Wahrscheinlich Letzteres, daran seh ich mich wenigstens nicht so schnell über.“

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Wo bringt Jana, die unter anderem auch das Mode-Ressort leitet, ihre Unmengen Klamotten in der Wohnung unter? „Die Wohnung hat leider nur wenig Stauraum, darum ist meine Regel: Wenn ich ein neues Teil kommt, muss ein anderes gehen.“

Ein guter Deal, finden wir. Nach unseren Portraitaufnahmen sagt die Modechefin: „Ich weiss schon, warum ich schon immer lieber hinter der Kamera arbeiten wollte…“

Fotos: Westwing

Teresa Mayer

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