Kölner Kunststück: Zu Hause bei Sebastian Schmidt

Der klassische Scandi-Look lebt von strahlendem Weiss mit besonderen Details. Sebastian hat in seiner Kölner Wohnung genau das perfektioniert: Scandi-Coolness trifft Kölschen Charme.

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Alles ist erleuchtet. So oder so ähnlich fühlt man sich, wenn man bei Sebastian eintritt. Weiss, Weiss und noch mehr Weiss, das so hell strahlt, dass man sich zwar nicht geblendet fühlt, aber irgendwie illuminiert. „Weiss ist nicht kalt, sondern wirkt auf mich eher beruhigend“, findet der Hausherr und führt durch sein Zuhause im Belgischen Viertel von Köln.

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Sebastian Schmidt, Gründer und Designer von Jute Beutel lebt seit drei Jahren in den lichtdurchfluteten und sonnengeküssten Räumen der 70 Quadratmeter grossen Wohnung. Mandelfarbenes Fischgratparkett fliesst unter den vielen weissen Möbeln und gibt ihnen dadurch einen Rahmen. In der geräumigen Wohnküche hat Sebastian einen besonderen Tisch in den Mittelpunkt gerückt. „Er stammt aus meiner alten WG und ich habe ihn meinen Mitbewohnern beim Auszug abgekauft, weil ich so viele schöne Erinnerung daran habe. Wir haben viel gekocht und dann immer gemeinsam an diesem Tisch gegessen.

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Die klassische Scandi-Kombi aus weissem Esstisch und weissen Eames Stühlen, individualisiert er mit einer Girlande in zarten Grau- und Blaunuancen, die im Erker hängt und einer XL-Vase mit weißen Gladiolen. „Meinen Erker möchte ich noch verschönern. Am liebsten mit einer gemütlichen Bank und Polster, sodass ich hier morgen gemütlich meinen Kaffee trinken kann.“

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Im Wohnzimmer trifft ein weisses Hussensofa auf mehrere kleine Beistelltische. „Es muss nicht immer ein grosser Couchtisch sein – man kann es auch „herunterbrechen“ und ein kleines Arrangement aus mehreren (Beistell-)Tischen machen. Tipp: ungerade Anzahl + verschiedenen Höhen = cool!” Auf seinem Sideboard hält Sebastian es schlicht und clean. Glam-Piece in Sebastians Scandi-Land: Die goldfarbene Ananas-Leuchte mit cremefarbenem Lampenschirm.

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Die Wand gegenüber von seinem Sofa hat er dafür ganz besonders inszeniert: Cindy Crawford hängt neben Lauren Bacall und Sebastians Vater neben Marilyn Monroe. Modefotografien und Drucke hat er ganz einfach neben ganz privaten Fotos dekoriert. Zusammengehalten wird es durch die schwarz weiss Ästhetik. Nicht nur bei seinen Freunden ist die Gallery Wall ein Highlight, sondern auch auf Instagram.

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„Meine Fotowand ist oft Fixpunkt meiner Wohnung, an dem meine Freunde lange stehen bleiben. Hier hängen meine Grosseltern neben Cindy Crawford oder mein Vater neben Kate Moss. Mein Trick: Mixen Sie persönliche Schnappschüsse mit Kunstdrucken oder Modefotografien, die Ihnen gefallen. Ich halte alles in Schwarz und Weiss, um eine Ästhetik beizubehalten. Dafür variiere ich mit den Rahmen und Grösse, damit es spannend bleibt.“

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Gefunden hat Sebastian seine jetzige Wohnung eher durch Zufall. „Ich hatte die Wohnungssuche fast schon aufgegeben aber ein Freund von mir wollte unbedingt in meine damalige Wohnung. Ich habe gesagt, ich ziehe nur aus, wenn Du mir dafür eine grössere Wohnung mit diesen Eigenschaften findest und er hatte tatsächlich mehr Glück. Nach kurzer Suche kam er mit dieser Wohnung an.“

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„Im Flur verstaue ich oft Sachen, die ich sonst nirgends stehen haben will“, erzählt Sebastian. „Er ist sehr schmal, darum ist es manchmal schwierig aber ich habe eine Konsole gefunden und dekoriere sie mit mehreren gerahmten Bildern, die ich darauf stelle und an die Wand lehne.“

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„Mein Stil ist clean, minimalistisch, skandinavisch orientiert und trotzdem gemütlich. Ich mixe gerne persönliche Stücke in Form von Fotos, geerbten Stücke und Designerstücke mit Trendteilen.”

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Im Schlaf- und Arbeitszimmer bleibt er seiner Farbwahl treu: Weiss und Schwarz sind die Hauptdarsteller  – mit einem eleganten Gastauftritt namens Schlichtheit. Über seinem Schreibtisch hängen seine eigenen Prints, die er für Jutebeutel designt hat. „Ich mag motivierende Sprüche im Schlafzimmer, um nach dem Aufwachen gleich positiv in den Tag zu starten.“

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„Ich liebe es, dass in meiner Wohnung durch die Flügeltüren alles verbunden ist und ineinander übergeht. Genauso wie die hohen Decken, die typisch für den Altbau sind. Ich ändere selten etwas, da ich mit meiner Wohnung eigentlich grundzufrieden und glücklich bin“, lacht er. Dem bleibt eigentlicht nicht viel hinzuzufügen, ausser vielleicht getreu nach seinen hübschen Prints: Be happy and enjoy your home!

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Fotos: Westwing

Teresa Mayer

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