now! by hülsta

hülsta ist einer der bekanntesten deutschen Möbelherstellern. Wolfgang Herrmann, Marketingleiter von now! by hülsta, spricht im Interview über die Marke selbst, was für ihn gutes Design ausmacht und warum die Aura des Wertvollen so wichtig ist. Passend zum Sale bei Westwing mit Produkten von now! by hülsta, gibt es hier alles rund um die Marke, die dieses Jahr ihr 75. Jubiläum feiert.

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Wie kann man die Kunden von now! by hülsta beschreiben?

„Es ist eine junge Zielgruppe, die sehr bewusst mit dem Leben umgeht. Sie stellen sich über entsprechende Möbel eine besondere Wohnaura zusammen. Sie leben ganz bewusst! Sie sind gut gebildet und haben bewusst ihre Berufswahl getroffen. Sie sind also Lebensgestalter! Und diese Zielgruppe investiert auch in gute Möbelstücke.“

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now! by hülsta – Hier gehts zum Sale!

Worin liegt der Unterschied zu hülsta?

„Beides ist Design. Bei now! by hülsta sind Fertigungsmöbel preiswertiger als bei hülsta. Man kann es sozusagen mit einem Audi A1 und einem A6 vergleichen. Now! by hülsta ist definitiv jünger, hülsta hingegen reduzierter von der Designsprache. Wir haben für den jugendlicheren Haushalt das Ziel, Möbel mit dem entsprechenden Wert zu entwerfen. Irgendwann hat man dann mehr Wohnraum, wird etwas gesetzter und wertebewusster, dann rutscht man zu Hülsta. Es gibt also eine Veränderung im Designgeschmack. Darum sehe ich die beiden Marken als altersübergeifend an.“

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Ihre grösste Innovation, auf die Sie bei now! by hülsta stolz sind?

„Wir sind auf die Marke und den Inhalt generell sehr stolz. Wir sind stolz hülstianer zu sein, wegen unserer guten Produkte, die es woanders nicht gibt. 
Wir haben wertvolle Produkte, die immer weiterentwickelt werden. Bald kommt Now Easy auf den Markt, eine Serie mit hohem Designanspruch. Es sind klassische Elemente, reduziert, japanisch, zeitlos, die sich in jedes Interior einfügen.“

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Wie kann man sich den Prozess vom Brainstorming bis hin zum fertigen Entwurf vorstellen?

„Erst wird abgeglichen, welche Zielgruppen für die jeweiligen Markensegmente in Frage kommen. Dann checken wir unser gegenwärtiges Portfolio, analysieren den Markt, wo er sich gerade befindet oder wo er sich hin entwickelt. Dann überlegen sich unsere Designer Modelle, über die dann diskutiert wird, ob sie in unser Portfolio passen. Also ob unsere Vision und Leitidee mit dem Produkt konform geht. Zunächst erstellen wir Prototypen und sehen, ob es uns gefällt und wir überprüfen ob es dann profitabel ist.“

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Wie lange dauert ein Produktionsprozess?

„Bei hülsta zwischen einem und 13 Monaten. Bei now! by hülsta manchmal nur drei bis vier Monate. Designen kann man relativ schnell, aber der Produktionsprozess dauert lange.“

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Wie viele Menschen arbeiten an einem Möbelstück vom Entwurf bis zur Fertigstellung?

„Circa 30-50 Menschen – darunter Designer, Produktmanager, das Marketing und die Produktion.“

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Welche Hölzer werden am öftesten verwendet?

„Am öftesten arbeiten wir mit Vollholz und hochwertigen Furnierarten, die uns einzigartig machen. Die im Moment gängigsten Holzausführungen sind Natureiche und Kernnussbaum. Wir beziehen unsere Hölzer bzw. Furniere ausschliesslich aus Europa bzw. Nordamerika.“

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Wie viele Designer haben Sie vor Ort in Stadtlohn?

„Wir haben hauseigene Designer sowie freie Designer, die wegen der Zeitgeistströmungen zusammen arbeiten.“

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Gibt es Trends, die Sie beobachten?

„Mein persönlicher Zukunftstrend sind integrierte Ladestationen von Handys. Also Möbel mit Induktionsladeschleifen, die das Handy nur durch Auflage aufladen. Bei Trends geht es darum, Begehrlichkeiten zu wecken, die wir dann aufgreifen und an denen wir auch uns selbst weiterentwickeln. Die Corporate Identity passt sich deshalb dem Markt an. Das ist die treibende Funktion: Dinge erfinden, die es noch nicht gibt.“

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Was ist für Sie gutes Design?

„Design ist, wenn die Erwartungen dem Produkt entsprechen, es leicht zu nutzen ist und es Freude macht: Kann ich damit etwas anfangen? Erfüllt es seinen Zweck? Ist es schön? Design ist keine Kunst. Die Erwartungshaltung ist bei Design anders als bei der Kunst. Herauszufinden, wozu die Möbel eigentlich da sind, das ist wichtig. Nur so trifft man die Bedürfnisse der Kunden.“

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Was hat sich in den letzten Jahren beim Wohnverhalten der Deutschen geändert?

„Das Statusverhalten hat sich geändert, das greift man bei Möbeln auf. Man braucht kein eigenes Auto mehr wenn es Car Sharing gibt oder Statusmöbel wie die Schrankwand zu Zeiten unserer Omas. Wir sind viel flexibler, gestalten mehr mit unseren Möbeln. Den Gestaltungswunsch, den wir alle haben wird dadurch erfüllt.“

Fotos: Westwing, hülsta

Teresa Mayer

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