Wir lieben Italien– 3 Rezepte mit Tradition

Italien – ein Ort, in den man sich sofort verliebt. Die Küche ist eine der am meist geschätzten auf der ganzen Welt. Und das nicht ohne Grund. Westwing verrät Ihnen drei beliebte Rezepte Italiens, die weit in die Geschichte zurück reichen. Von der Vorspeise bis zum Dessert – Wir führen Sie auf eine kulinarische Reise durch Italien.

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Destination Nr. 1: Ligurien

Ein Gericht aus Ligurien mit einer langen Tradition: die Trofie al Pesto. Die Pasta ist schon seit der Zeit der Kreuzzüge bekannt. Da die Hausfrauen dieser Zeit oft Mehl-beschmutzte Hände hatten, entstanden durch die Verbindung mit Wasser und dem Aneinanderreiben der Hände die Trofie. Sie wurden zum ersten Mal in Recco in Genua entdeckt. Als Gericht der Armen bekannt, wurden Trofie später auch zur Spezialität unter der reichen Bevölkerung. Das “Aggiadda” (einst Knoblauchsauce), stammt aus der Zeit der Seerepubliken. Erst im XIX Jahrhundert wurde es zu dem Pesto, wie wir es heute kennen.

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Und so geht’s:
Den Basilikum waschen und trockentupfen. Die Blätter in einem Mörser zerreiben. Nach und nach die Pinienkerne, eine gepresste Knoblauchzehe und eine Prise grobes Salz hinzufügen. Mit etwa 2/3 des geriebenen Käses und etwas Öl vermengen. Inzwischen die Nudeln in Salzwasser kochen. Das Pesto mit einem Esslöffel kochendem Wasser verdünnen, damit es cremiger wird. Die Nudeln abgiessen, mit dem Pesto vermischen, mit Basilikumblättern und etwas geriebenem Käse servieren.

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Tipps für das Mise en Place:
Eine Tischdecke aus grobem Leinen und Servietten in hellen Sommertönen passen perfekt zur frischen Farbe des Pestos. Einige Basilikumblätter oder hübsche Blumen auf den Teller – fertig ist das Set-Up für Ihren Tisch. Eine moderne Deko-Idee für ein traditionelles Gericht.

Destination Nr. 2: Toscana

Ein traditionelles Arme-Leute-Gericht aus Livorno und Viareggio: Caciucco alla Livornese. Zur Herkunft dieser Fischsuppe gibt es drei Theorien. Manche Leute bringen das Rezept mit den  toskanischen Fischern in Verbindung. Sie sollen dieses von ihren Seewegen aus dem Fernen Osten mitgebracht haben. Andere Stimmen behaupten, das Rezept stammt aus Spanien, da es dem spanischen Begriff „cachuco“ ähnelt. Eine dritte Theorie besagt, die Caciucco oder Cacciucco (so in der Toskana) stamme von einer Frau, die mit ihren Kindern am Hafen von Livorno um Fisch bettelte. Im Jahr 1962 bekam die Suppe sogar einen kleinen Auftritt in dem Kinofilm “Il sorpasso” von Dino Risi.

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Und so einfach geht’s:

Fische und Krustentiere gut waschen, Köpfe, Innereien und Flossen entfernen. Sellerie und Chili in Röhrchen und Zwiebel in Würfel schneiden, 1 Knoblauch pressen. Eine halbe Tasse Öl in einem Topf erhitzen und alles darin anbraten. Oktopus und Tintenfische kleinschneiden, zu den anderen Zutaten in den Topf geben und 2-3 Minuten anbraten. Anschliessend alles mit einem Glas Weisswein ablöschen und ausdampfen lassen. Tomaten schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Tomaten in den Topf geben und alles, bei schwacher Hitze, etwa 50 Minuten köcheln lassen. Die Fische kleinschneiden und etwa 10 Minuten mitkochen. Zuletzt die Muscheln, einen Esslöffel gehackte Petersilie und 2 Tassen warmes Wasser hinzufügen, salzen und pfeffern und alles für etwa weitere 5 Minuten kochen. Das Brot in Würfel schneiden, mit der zweiten gepressten Knoblauchzehe und einem halben Esslöffel Olivenöl vermengen, bei 180 Grad im Ofen kross und goldbraun backen und anschliessend zum Servieren über die Fischsuppe streuen.

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Mise en Place Tipps:
Warum zum farbenfrohen Caciucco nicht mal eine auffällige Farbkombination riskieren? Perfekt: Rot- und Grüntöne unterstreichen den herzhaften Mittelmeer-Geschmack des Gerichts. Ein rustikaler Holz-Tisch macht das Dolce-Vita perfekt.

Destination Nr. 3: Sizilien

Granita al caffé, von den Bewohnern seiner Heimatstadt Messina auch Mezza con panna genannt, ist eine Art Kaffee Frappé mit Sahne. Dieses Kaffee-Highlight ist ein Schatz der langen sizilianischen Eis-Tradition. Die Geschichte der Granita führt bis in die Zeit der arabischen Herrschaft auf Sizilien zurück. Vorbild des Eisgetränks: die Gipfel des Ätna mit seiner weissen Schneehaube. Eine perfekt gelungene Kombination aus Espresso und Sahne. Che buono!

Und so einfach geht’s:
500 ml Espresso vorbereiten und gut abkühlen lassen. Den abgekühlten Espresso in eine Schüssel geben, den Zucker darin auflösen und alles mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Die Kaffee-Zucker-Mischung in eine grosse Schüssel geben und für 2-3 Stunden in den Gefrierschrank stellen. Wichtig: Etwa alle 30 Minuten alles gut umrühren. Inzwischen die kalte Sahne in eine Schüssel giessen und schaumig schlagen. Dann den Puderzucker nach und nach dazu rühren. Geben Sie die Kaffee-Granita in Gläser und dekorieren Sie diese mit der Sahne-Creme.

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Mise en Place Tipps:
Für gewöhnlich wird Granita im Becher oder in einem Glas serviert. So schlicht aber bezaubernd wie das Dessert darf auch die Tischdeko sein. Der Effekt: minimalistisch und detailliert.

Fotos: Crespito2015, Vincent Sheed, Recipeshubs, Stockfood

Sandra Kehrle

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