Schwedische Weihnachten

Wir lieben Skandinavien und nicht nur wegen dem Scandi Look. Ganz besonders Schweden beeindruckt mit alten Bräuchen und viel Tradition, vor allem an Weihnachten. Wollen auch Sie wissen, wie die Schweden ihr Fest verbringen? Dann lesen Sie hier mehr!

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Die Weihnachtsfeiertage

Die Feierlichkeiten für das Julfest (Weihnachtsfest) beginnen am 13. Dezember, mit dem Luciafest, einem vorweihnachtlichen Fest mit Prozession, zugunsten der heiligen Lucia aus Syracus. Am 24. Dezember ist der schwedisch Julafton (Heiligabend). Mit Tjugondag Knut (Weihnachtsbaumplünderung) am 13. Januar ist die Weihnachtszeit offiziell vorbei.

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Der schwedische Christbaum

Wie die Schweden ihren Baum schmücken? Reich, mit Lametta oder einer weissen oder silbernen Girlande, Christbaumkugeln und Anhängern. Wegen der Brandgefahr leuchten in den Holzhäusern meist elektrische Kerzen am Baum, an dessen Spitze ein grosser Stern glänzt. Das Besondere: Kleine blaugelbe Schwedenflaggen zieren oft die weihnachtliche Tanne. Ein toller Deko-Tipp für alle Schweden-Fans!

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Die Geschenke

In Schweden werden Geschenke oft mit einem persönlichen Siegel aus Wachs versehen. Sie möchten auch für eine persönliche Note sorgen? Schmelzen Sie das untere Ende einer Kerze, pressen Sie dieses auf das jeweilige Papier und drücken Sie anschliessend einen Stempel mit Ihren Initialien oder einem Motiv auf das leicht erkaltete Wachs. Fertig ist eine persönliche Signatur!

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Weihnachtliche Dekoration

Besonders beliebt als Deko für Tisch und Fensterbank sind Pappersrader oder weihnachtliche Tomterader. Die aufstellbaren Papiergirlanden (Leporellos) werden hierzulande gerne auch selbst gebastelt. Tipp: Leporellos basteln macht nicht nur Kinder Spass! Tonpapier in Zickzack-Form falten und in eine beliebige Form schneiden. Ausgeklappt ergibt sich eine hübsche Silhouette, die nach Lust und Laune auch verziert und angemalt werden kann.

Nicht vergessen werden darf das Pepparkakshus (Pfefferkuchenhaus), rundum garniert mit bunter Speisefarbe und Süssigkeiten. Es wird erst verspeist, wenn man sich mit Knut von der Weihnachtszeit verabschiedet. Eine köstliche Tradition zum Nachmachen!

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Kennen Sie den Julbock?

Dieser Weihnachtsbock steht für die Weihnachtszeit und die Fruchtbarkeit der Erde. Früher brachte er die Geschenke, bevor er durch Tomten (Weihnachtswichtel) und in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Jultomten (Weihnachtsmann) ersetzt wurde. Heute dient die Ziegenbockfigur aus Stroh als Baumschmuck oder, in gross, als symbolischer Haushüter vor den Häusern.

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Und jährlich grüsst Tomten

An Heiligabend dankt jede schwedische Familie Ihrem schwedischen Hauswichtel Tomten oder auch Weihnachtswichtel Jultomten für das Behüten des Hauses. Um sich mit ihm gut zu stellen, wird ihm traditionell sein Lieblingsgericht, ein Haferbrei, vor die Tür gestellt. Achtung: Wer den Brei vergisst, wird im nächsten Jahr mit Unglück bestraft!

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Das traditionelle Weihnachtsessen

Mit dem Julbord wird ein üppiges Weihnachtsessen aufgetischt. Auf keinen Fall darf hier, neben Lutefisk (Trockenfisch) und Saffransbullar (Safrangebäck), der berühmte, traditionelle Julskinka (Weihnachtsschinken) fehlen. Zum Trinken serviert man Bier, Julmust (Kräuterlimonade) und Schnaps. Der traditionelle Glögg (eine Art Glühwein mit Mandeln und Rosinen) wird für gewöhnlich vor dem grossen Mahl, zu Pepparkakor (schwedische Pfefferkuchen) serviert.

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Glögg Rezept

Sie wollten schon immer einmal den traditionellen Glögg versuchen? Dann haben Sie jetzt die Gelegenheit dazu!

Was sie brauchen:

• 1 l Rotwein
• 8 cl Rum
• 100 g Zucker
• 1 Zimtstange
• 20 g frischer Ingwer
• 2 TL Kardamom-Pulver (oder ca. 6 zerstossene Kardamom-Kapseln)
• 4 Nelken
• 100 g Rosinen
• 50 g Mandelstifte

 

Und so geht’s:

Rotwein, Rum, Zucker, Zimtstangen und Kardamom-Pulver in einen Kochtopf geben. Frischen Ingwer in Scheiben schneiden und zur Rotwein-Mischung geben. Nun Nelken und Rosinen beigeben. Den Glögg unter Rühren erhitzen. Wichtig: Nicht kochen lassen! Topf vom Herd nehmen, sobald sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Glögg über Nacht ziehen lassen, dann die Gewürze herausnehmen und den Glögg durch ein Sieb geben.
Vor dem Servieren sollte der Glögg erneut erhitzt werden, ohne zu kochen. Mandelstifte beifügen – Fertig!

In diesem Sinne Skål! und God Jul!

Fotos: living4media, gettyimages

Teresa Mayer

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