Der große Spiegel-Guide

Wer ist der schönste im Land? Es gibt nicht nur einen zauberhaften Spiegel, sondern ganz viele. Die Frage ist deshalb, welcher gefällt Ihnen am besten? Entdecken Sie unsere Übersicht zu den beliebtesten Spiegeln und lesen Sie außerdem unsere Tipps, was beim Aufhängen zu beachten ist.

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Tipps zum richtigen Aufhängen

  • Überprüfen Sie zuerst die Tragfähigkeit der Wand, sowie ob dahinter Wasser- oder Stromleitung verlaufen, bevor Sie loslegen
  • Spiegel ohne Rahmen wirken schlichter, lassen jedoch Räume größer wirken
  • Bei dunklen Räumen: am besten gegenüber vom Fenster aufhängen, so wirkt der Raum heller und weiter
  • Hängen Sie ihn so auf, dass er kein direktes Sonnenlicht reflektiert
  • Bringen Sie ihn so an, dass die Spiegelmitte auf Augenhöhe ist
  • Bei Ganzkörperspiegeln ist es wichtig, sie so anzubringen, dass man noch ausreichend Bewegungsfreiheit hat und bequem zurücktreten kann, um sich ganz betrachten zu können
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Starburst & Sunburst

Der Sonnenspiegel, der mittig meist eine runde Fläche hat, dann strahlenmäßig nach außen geht und so an die Sonne oder Sterne erinnert, ist das Statement Piece überhaupt. Seit einigen Jahren hat er es aus den amerikanischen Wohnungen auch in die europäische Heime geschafft – und das obwohl er vermutlich das erste Mal vom flämischen Maler Jan van Eyck und in dessen Meisterwerk „Die Arnolfini-Hochzeit“ (1434) festgehalten wurde – und  jetzt eine auffällige Wanddeko ist.

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Sprossenspiegel

Er ist durch Sprossenstäbe unterteilt ist und erinnert so an ein Sprossenfenster. Ihn gibt es in zahlreichen Stilen und Größen (hier bodenlang) – von Shabby Chic, Industrial-Stil oder Landhaus-Stil.

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Louis Philippe

In Frankreich gelangte er circa 1890 zu seiner Beliebtheit. Bis heute begeistert er durch simple Formensprache und die oberen Ecken, die schlicht abgerundet sind. Ideal als Hingucker über dem Kamin oder auf Kommoden.

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Rokoko-Spiegel

Aufwändige, zierliche Holzschnitzereien und oft ein asymmetrischer Rahmen, der vergoldet ist, sind die typischen Merkmale. Auffällig: Die feinen Rahmen sind häufig mit Motiven wie Blättern, Blumen, Vögeln oder Schleifen geschmückt.

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Venezianischer Spiegel

Hiermit ist nicht der Polizeispiegel gemeint (der von beiden Seiten einsehbar ist wie im Verhörraum), sondern dieses Prunkstück mit ornamentartigem Rahmen aus geschliffenem Glas. Murano und Venedig waren übrigens einst ein wichtiges Zentrum der Spiegelherstellung.

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Barock-Spiegel

Sehr auffällige und üppige Verzierungen, die auf aufwändige Schnitzereien treffen sind typisch. Der Rahmen zeichnet sich oft durch eine Art Ziergiebel und ist mit Früchten, Engeln oder Blumen geschmückt.

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Bevel-Spiegel

Er glänzt durch seine Schlichtheit und seine Ecken, die schräg abgeschliffen ist (Facettenschliff) und deshalb mehr Licht reflektieren.

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Konkaver Spiegel

Er ist leicht nach innen gewölbt – und vermutlich haben Sie ihn sogar zu Hause bei sich im Bad – Vergrößerungsspiegel sind konkave Spiegel.

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Konvexspiegel

Ein nach außen gewölbter Spiegel, auch Kapselspiegel genannt, den man bei unübersichtlichen Ausfahrten oder Parkhäusern genauso findet wie im Interior. Er erzeugt ein Fischaugen-Optik.

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Trumeau

Der Trumeau wurde ursprünglich entworfen, um zwischen zwei Fenstern aufgehängt zu werden, um so mehr Licht zu erzeugen. Er ist meist schmal. Wie auch hier auf dem Bild war es im 18. und 19. Jahrhundert typisch, ihn über kleine Wandtischen, Konsolen oder Kaminen zu hängen.

Übrigens:

Bereits im alten Ägypten versuchte man einen Hauch von sich selbst in polierten Kupfer- oder Bronzeplatten zu entdecken. 300 nach Christus wurden im spätrömischen Reich Spiegel aus Glas hergestellt. In Japan galt er sogar als kaiserliche Kostbarkeit neben Thron und Schwert. Heute ist er nicht nur ein notwendiges Einrichtungsstück, sondern auch ein Deko-Piece mit sowohl negativen als auch positiven Assoziationen. Er ist Zeichen für Eitelkeit und Wolllust, steht aber auch für die Selbsterkenntnis, Klugheit und Wahrheit. Und für uns steht er sogar für noch viel mehr: Für ein individuelles Zuhause, das die eigene Persönlichkeit unterstreicht.

Fotos: living4media/Andreas von Einsiedel (2), living4media/Simon Scarboro, living4media/Sarah Hogan, living4media/Bauer Syndication (2), living4media/Great Stock! (2), living4media//Jacques Delhorme, living4media/House&Leisure, Westwing

Teresa Mayer

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