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„Mit dem Messer geht es besser, mit dem Messer geht es gut.“ Ohne dieses nützliche Werkzeug stünden wir ganz schön unbeholfen in der Küche oder am Esstisch, denn das Messer ist vielleicht eines der wichtigsten Werkzeuge, das der Mensch jemals hervorgebracht hat.

Bereits in der Steinzeit verwendete der Mensch Instrumente zum Schneiden von Holz, Stoffen und Fleisch. Heute begegnet uns das Messer in erster Linie in der Küche, wo es als praktischer Küchenhelfer zum Schneiden von Gemüse und Fleisch, aber auch als Teil des Bestecks unverzichtbar ist.

Das Messer von der Steinzeit bis zur Bronzezeit

Die Vorläufer des heutigen Messers bestanden aus scharfkantigen Steinen, gesplitterten Knochen und anderen widerstandsfähigen Materialien mit einer Schneide. Insbesondere der Feuerstein entwickelte sich durch das das Herausschlagen von scharfen Klingen mit einem anderen Stein zu einem echten Schneidewerkzeug.

In der Bronzezeit tauchten die ersten Messer aus Metall auf und enthüllen uns tolle Informationen: Bereits die alten Ägypter fertigten chirurgische Messer aus Kupfer. Durch das Verschmelzen der Messer aus Kupfer mit Zinn entstand Bronze. Die Metallmesser verdrängten dankt ihrer höheren Festigkeit und einfacheren Bearbeitung schnell die alten Steinklingen.

Klingen von der Antike bis heute

Mit der Verhüttung von Eisenerz zu Werkzeugen aus Eisen nahm das Messer seine nächste evolutionäre Stufe. Eisen war wesentlich fester als Bronze, Messing oder Kupfer und setzte sich als vorrangiges Material für Schneidewerkzeuge und Waffen bis über die Antike hinaus fort.

Im Laufe der Jahrhunderte verfeinerten die Menschen immer weiter die Schmiedekunst. Besonders hochwertig und begehrt waren im Mittelalter Messer und Schwerter aus Damaszener Stahl – auch Damast genannt, aber keineswegs so weich und kuschelig wie der gleichnamige Seidenstoff. Mittlerweile war das Messer als persönliches Werkzeug und Essbesteck gemeinsam mit dem Löffel kaum noch wegzudenken.

Waren die frühen Messer noch universal einsetzbar, trat mit dem Tafelmesser ein Schneidewerkzeug in Erscheinung, das wirklich nur noch als Besteck zu verstehen war. Im Zuge der industriellen Revolution wurde aus dem Messer eine Massenware für eine breite Bevölkerungsschicht. Dank der Entwicklung von mit Chrom veredeltem rostfreiem Stahl zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm das Messer die heute geläufigste Erscheinungsform an.

Das richtige Küchenmesser für jede Speise

Die Vielfalt bei Haushalts- und Küchenmessern ist groß und als nützliche Küchenhelfer sind sie nicht mehr wegzudenken. Zu den wichtigsten Typen der Küchenmesser gehören folgende Vertreter:

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  • Das Kochmesser ist das Allzweckmesser für die Küche. Es hat eine beidseitig scharf geschliffene Klinge und gehört mit einer Länge von 15 bis 26 cm zu den größten Messern, die wir in der Küche finden.
  • Das Japanische Messer – auch Santoku genannt – zeichnet sich durch eine breite Klinge und stumpfe Oberkante aus. Das vielfältige und rasiermesserscharfe Santoku bietet dadurch genügend Platz für die Finger unter dem Griff und wird als Messer für Fleisch und Gemüse mittlerweile auch weltweit genutzt.
  • Das Fleischermesser, auch Tranchiermesser genannt, ist 15 bis 30 cm lang, spitz, schmal und messerscharf. Wie der Name verrät, soll damit in erster Linie Fleisch tranchiert werden.
  • Das Tourniermesser oder Schälmesser ist besonders gut für Obst geeignet. Mit einer Länge von 8 cm und einer dünnen Spitze ist es äußert handlich und scharf.
  • Ein gutes Brotmesser zeichnet sich durch eine sehr lange Klinge mit Zähnen aus. Damit sägt man den Brotlaib durch – ein scharfes, glattes Messer wäre hier völlig fehl am Platz.
  • Das Tomatenmesser hat ebenfalls eine Sägezahnung an der 12 bis 15 cm langen Stahlklinge. Die Spitze läuft leicht nach oben, wodurch das Messer leichter in das Gemüse eindringt, ohne es zu zerquetschen.

Schönes Zubehör für edle Messer sind natürlich ein stilvoller Messerblock und geeignete Artikel zum Schärfen. Dies kann sowohl ein spezieller Metallstab sein, als auch ein Ledertuch oder fertige Messerschärfer, durch die man nur noch die Klinge laufen lässt. Ganz stilvolle Köche wetzen ihre Messer aneinander!

Allzweckmesser für die Wildnis

Seit der Steinzeit verwendet der Mensch das Messer als nützliches Werkzeug sowie auch als Waffe. Gerade für den Campingurlaub oder das Outdoor-Abenteuer sind Taschenmesser, Klappmesser und Jagdmesser ein unerlässlicher Teil der Ausrüstung für die Wildnis. Zu den bekanntesten Herstellern hochwertiger Jagd- und Klappmesser gehören zum Beispiel Böker und Herbertz.

Nahezu legendär ist das Schweizer Armeemesser. Das Multifunktionswerkzeug sollte daher in keinem gut sortierten Campingzubehör fehlen. Ob zum Schnitzen von Holz, zum Durchtrennen einer Schnur oder zum Öffnen einer Konserve – es hat schon einen Grund, dass die Schweizer Armee seit über 100 Jahren auf das Taschenmesser von Vikotrinox schwört. Beim Umgang mit dem Taschenmesser ist aber Vorsicht geboten: Die scharfe Klinge kann schnell einklappen und schwere Verletzungen verursachen.

Das Rasiermesser gehörte früher noch zum Standard-Repertoire eines Mannes und wurde mittlerweile weitgehend von Rasierapparaten und Rasierern mit Klingen verdrängt. Das Rasiermesser zeichnet sich durch eine extrem scharfe Klinge aus, die für die Nassrasur genutzt wird. Mittlerweile erlebt das klassische Rasiermesser als „männliches“ Statussymbol wieder eine kleine Renaissance – aber Vorsicht! Der Umgang will geübt sein und sollte lieber einem erfahrenen Barbier überlassen werden.

Rechtslage in Deutschland

Beim Umgang mit einem Allzweckmesser in Deutschland gilt es, die Rechtslage zu beachten. So gelten Springmesser als Waffen und sind verboten. Eine Ausnahme stellen Klappmesser mit seitlich herausspringender Klinge dar, die nicht länger als 8,5 cm und nur auf einer Seite geschliffen sind.

Feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm dürfen ebenfalls nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Das betrifft viele Bowie-Messer, eine beliebte Form des Jagdmessers. Dolche und Faustmesser wie auch zweischneidige Butterfly-Messer mit schwenkbarem Griff sind ebenfalls als Waffen in Deutschland verboten.

Schärfen der Klinge

Mit der Zeit stumpft die Klinge eines Messers durch die häufige Verwendung ab. Mit einem Messerschärfer, wie einem Schleifstein oder Scherenschleifer wird die Klinge eines Stahlmessers aber wieder in mehreren Schritten geschärft:

  • Grober Vorschliff mit einem Schleifstein bis ein durchgehender Grat entsteht
  • Hauptschliff mit einem mittleren Schleifstein zum Entfernen der Schleifspuren
  • Feinschliff mit einem weichen Schleifstein (Nicht nötig bei einem Fleischermesser)
  • Der Grat wird mit dem Schleifstein reduziert, indem abwechselnd auf jeder Klingenseite in Schnittrichtung ein Schleifhub gemacht wird.
  • Mit einem Lederriemen und Polierpaste wird der Grat nun komplett entfernt.

Im Gegensatz zu Klingen aus Stahl müssen Keramikmesser grundsätzlich nicht geschärft werden. Man sollte jedoch vorsichtig im Umgang mit diesen Messern sein, da das Material sehr hart ist, kann es zerbrechen, wenn ein Messer auf harten Untergrund fällt.

Pflege und Aufbewahrung des Messers

Hochwertige Messer sollten nicht einfach in einer Schublade aufbewahrt werden, durch den Kontakt mit anderem Besteck entstehen Kratzer und die Klinge stumpft ab. Ein Messerblock oder Magnetstreifen sind geeignete Alternativen.

Auch wenn die meisten Messer aus rostfreiem Stahl sind, sollte man sie nicht zu lange in Wasser liegen lassen, sondern nach Benutzung leicht abspülen und abtrocknen. So verhindert man die Bildung von Flecken und Rost. Beim Schneiden sollten sie zusätzlich noch auf eine geeignete Unterlage achten, es wäre doch zu schade um den Küchentisch. Mit dem richtigen Messer zur jeweiligen Speise kann beim Kochen nichts schief gehen! Darüber hinaus sind Messer äußerst praktische Werkzeuge – aber Vorsicht: Nicht ins eigene Fleisch schneiden!

Messer für den täglichen Gebrauch

Die große Auswahl an Messern besticht, doch manchmal ist es gar nicht so leicht, die richtigen Messer für den eigenen Haushalt auszusuchen. Denn nicht jeder braucht jedes Messer. Besonders wichtig für Ihre Entscheidung ist die Wahl der passenden Klinge. Falls Sie eher in Restaurants speisen und sich zuhause nicht gerne Zeit fürs Kochen nehmen, benötigen Sie wohl ein gutes Brotmesser. Das schnelle Brot zwischendurch lässt sich damit stressfrei zubereiten.
Toben Sie sich gerne am Herd aus und produzieren leckere Gerichte? Für Sie eignet sich eine größere Auswahl an Messern. Vielleicht benötigen Sie ein gutes Allzweck-Messer, wie zum Beispiel das japanische Santoku. Viel Spaß mit Ihrem neuen Messer in der Küche!

Schauen Sie sich um und finden Sie das perfekte Messer für Ihre Bedürfnisse!

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