Naoto Fukasawa war lange der führende Kopf hinter dem minimalistischen Online-Kaufhaus MUJI und ist einer der meist geschätzten Designer unserer Zeit. Seine Entwürfe überzeugen mit der einfachen Schönheit und Intuitivität, die sich beide aus den Prinzipien traditioneller japanischer Philosophie speisen.


„Design bedeutet, sich der lebendigen Natur um uns herum bewusst zu sein, als ein simples Element in einem größeren Zusammenhang.“ – Naoto Fukasawa

Naoto Fukasawa: Leben

Naoto Fukasawa wurde 1956 in Japan geboren.

1980 machte er seinen Abschluss in Industrial Design an der privaten Tama Art University in Tokio.

1989 ging Naoto Fukasawa, nachdem er einige Zeit bei Seiko Epson tätig war, nach San Francisco zu der späteren internationalen Designberatung IDEO.

1996 ging er zurück nach Japan, um das Tokioter Büro von IDEO aufzubauen. Dort hielt er auch Vorträge und Workshops zum Thema „Without Thought“, die Design als etwas Natürliches erklärten.

1999 entwarf Naoto Fukasawa seinen berühmten CD Player für MUJI, der ihn schlagartig aus seiner bisherigen Anonymität als Kreativchef hinter MUJI reißen sollte.

2003 gründete Naoto Fukasawa sein eigenes Studio, Naoto Fukasawa Design, sowie die Marke für alltägliche Gegenstände ±0 (plusminuszero).

Seitdem hat Naoto Fukasawa viele weitere Glanzleistungen des Minimal Design kreiert, und mit bekannten Herstellern wie Belux, B&B Italia, Thonet, Driade, Serralunga, Artemide, Glas Italia, Danese, Boffi und Magis zusammengearbeitet.

Naoto Fukasawa lehrt außerdem an der Musashino Art University, der Tama Art University, und der Tokyo University Graduate School. Er hat bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen und seine Expertise zum Thema intuitives Design wurde bereits von vielen internationalen Firmen nachgefragt, unter anderem von Apple.

Naoto Fukasawa: Werk

Naoto Fukasawa glaubt daran, dass sich Design dem Benutzer intuitiv erschließen muss, dass es nicht auffällig sein sollte, sondern so natürlich, dass es keine Störungen in unserer Umgebung produziert. Selbst ein wahrer Minimalist, besitzt Naoto Fukasawa nicht viele Dinge und hält sich in der Öffentlichkeit lieber zurück. Ihm ist es lieber, wenn Dinge um ihrer selbst willen gewählt werden, anstatt wegen ihrer Marke oder ihrer Präsenz. Unter anderen Designern hält sich Naoto Fukasawa eher zurück, schätzt aber den Altmeister Achille Castiglioni.

Der Glaube daran, dass auch unsere künstlich geschaffene Umwelt, in der wir arbeiten, wohnen und leben, etwas Natürliches, Intuitives und Schönes ist, revolutionierte die Welt hässlich-funktionaler Alltagsgegenstände. Es ist kein Wunder, dass Naoto Fukasawa bekannt dafür ist, sich mit Philosophie zu beschäftigen, wenn man bedenkt, dass seine Entwürfe versuchen, die Ideen der Gegenstände einzufangen: Das, was ein CD-Player natürlicherweise sein sollte. Trotzdem macht er sich keine Illusionen über die Ewigkeit. Was er anstrebt, ist eine perfekte Harmonie zwischen veränderlichem ästhetischen Empfinden und zeitloser Substanz.

Naoto Fukasawa: Most Loved

Naoto Fukasawa verzaubert mit seinen Entwürfen, die zugleich minimalistisch und freundlich, anti-dekorativ und schön sind. Hier unsere most loved:

• Das Regal X, 2005 bei B&B Italia, passt sich in jeden Kontext an, und kann durch seine vielfältigen Flächen mit allem möglichen bestückt werden. Vielfalt trotz Simplizität.

• Das Geschirr Vertigo Round, das 2007 bei B&B Italia herauskam, verbindet die Freundlichkeit seiner rundlichen Formen mit der fast schon komischen Funktionalität der senkrecht aufgesetzten Ränder. Zusammen sind sie einfach nur wunderschön.

• Die Badewanne Terra, die 2008 bei Boffi erschien, ist ein großer rechteckiger Quader aus Kunststein, in dem ein gemütlich-organischer Badeteich liegt. Die skulpturale, aber simple Struktur übt auf den Betrachter einen merkwürdigen Zwang aus: Man möchte sich sofort hineinlegen.

• 2008 kommt bei Danese die Leuchten-Serie Itka heraus. Zentrales Element ist eine gleichmäßig leuchtende Lichtskulptur, die von der Form her etwas an eine Blutzelle erinnert und deren organische Schönheit nicht nur als Bodenleuchte eine verzaubernde Wirkung auf den Betrachter ausübt, sondern auch als Deckenlampe oder Stehlampe.

• Der Grande Papilio Sessel, 2009 bei B&B Italia, erinnert ein wenig an den Egg Chair des dänischen Designers Arne Jacobsen. Trotzdem wirkt er nochmal schlichter, moderner, und gleichzeitig gemütlicher und freundlicher und begeistert mit seiner 360 Grad Drehfunktion.

• Wasserkocher, Eierbecher und Töpfe, all diese kleinen Kostbarkeiten für plusminuszero zeigen uns, das alltägliche Gegenstände nicht hässlich sein müssen, sondern ihrer Funktion auf schöne Weise nachkommen können.

Naoto Fukasawa gehört zu den einflussreichsten Designern unserer Zeit. In einer Ära des Konsums ist es immer wichtiger, sich auf das zu besinnen, was an einem Objekt wirklich zählt und wirklich gefällt. Zweitens muss man umso mehr Augenmerk darauf legen, dass unser weniger persönlicher Platz nicht von der Welt der Alltäglichkeiten verschandelt wird. Und drittens sollten wir trotz unserer komplexen Zivilisation nicht den Bezug zum natürlichen Sein der Dinge verlieren. Naoto Fukasawa hilft uns bei allen drei Punkten und macht damit unsere Welt ein Stück einfacher, besser und schöner.

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