Rollladen

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Dein WestwingRollladen-Guide

Nichts ist so erholsam wie guter Schlaf. Doch einige Faktoren können die so wichtige Nachtruhe stören: Licht und Lärm. Nur ein Rollladen hüllt den Schlafraum in völlige Dunkelheit, damit keine Sonne oder kein Licht der Straßenbeleuchtung den Schlaf stören kann.

Bereits früh erkannte der Mensch, dass es sich besser im Dunkeln schläft. In ländlichen Regionen war die Frage nach Dunkelheit mangels geeigneter Lichtquellen nachts zwar kein größeres Problem für diejenigen, die schlafen wollten, allerdings stellen bereits die Sommermonate in Europa eine Herausforderung dar, wenn es länger hell ist als sonst üblich.

Vom Fensterladen über Jalousien zum Rollladen

Bereits in der Antike gab es auch in Städten des Römischen Reiches nächtliche Lichtquellen in Form von Fackeln. Deshalb fanden bereits Fensterläden und Klappläden an den Fenstern der antiken Häuser Verwendung – ohne Zweifel handelte es sich dabei um einen Vorläufer unserer Rollläden! Auch hohe Temperaturen während der Sommerzeit konnten den Hausbewohnern mittags zu schaffen machen.

Im 18. Jahrhundert eroberten in Frankreich dann die ersten Jalousien die Fenster. Während frühere Varianten der Jalousie mit Bändern zusammengezogen werden konnte, entwickelte sich aus der Rolljalousie, die mittels einer Kurbelwelle aufrollbar war, der Vorläufer des heutigen Rollladens.

Schutz vor Licht, Wärme und Lärm

Ein Rollladen bietet weitaus mehr als nur Sonnenschutz oder Sichtschutz für die Wohnung oder das Haus. Der Schutzschild für unser Fenster isoliert das Haus auch zusätzlich vor den Außentemperaturen und Lärm. Der Rollladen trägt im Winter mit bis zu 40 Prozent zum Wärmeschutz bei, was zu einer immensen Energieeinsparung führen kann. Zusätzlich dämpft ein Rollladen die Lärmkulisse vor dem Fenster um bis zu 10 Dezibel.

Im Sommer wiederum bleibt die Wohnung angenehm kühl, wenn der Rollladen tagsüber unten ist. Ein Kunststoff-Rollladen sollte allerdings in dem Fall nie ganz heruntergelassen werden, damit durch die kleinen Lichschlitze eine Hinterlüftung gewährt wird – so verhindert man, dass durch die Hitze der Sonneneinstrahlung Verformungen im Kunststoff entstehen. Selbst als Insektenschutz erfüllt der Rollpanzer vor dem Fenster eine weitere nützliche Funktion.

Montage und Reparatur des Rollladens

Der Rollladen besteht aus einem Rollladenpanzer, auch Rollpanzer oder Rollladenbehang genannt, einer Welle, einem Kasten und einer Rollraumverkleidung sowie der Antriebs- und Bedienungselemente. Es gibt in Deutschland seit 1961 sogar eine eigene Berufsgruppe, die für die Montage und Wartung eines Rollladens zuständig ist: Der Rollladen- und Sonnenschutztechniker.

Der Rollladenpanzer selbst besteht meistens aus Rollladenstäben, die aus Aluminium, Edelstahl, Holz oder Kunststoff wie PVC gefertigt sind. Stäbe aus PVC sind wesentlich günstiger als die Metallvarianten und ermöglichen zudem die beste Wärmedämmung. Wegen ihrer Biegsamkeit können sie ohne zusätzliche Verstärkung in der Regel nicht breiter als zwei Meter sein.

Beim Rollladenpanzer aus Aluminium ist zu unterscheiden zwischen Stäben, die rollgeformt und stranggepresst sind. Rollgeformte Profile sind dünner und damit leichter und günstiger. Stangengepresste Profile sind dicker, stabiler, aber auch teurer und schwerer. Diese bieten sich besonders für Sicherheitsrollladen als Einbruchschutz an.

Noch stabiler sind Rollladenstäbe aus Edelstahl, aber auch entsprechend schwer und teuer. Wegen des Gewichts werden hier Motor-Antriebe empfohlen, um den Rollladen zu heben oder zu senken. Führend auf diesem Gebiet ist der französische Hersteller Somfy. Per Zeitschaltuhr kann man mittlerweile auch bestimmen, wann der Rollladen hoch oder runter soll – äußerst praktisch!

Rollläden aus Holz wiederum wirken besonders natürlich und stilvoll und waren schon bei Gebäuden aus der Gründerzeit oder dem Jugendstil beliebt. Die Holzrollläden werden nicht ineinander geschoben, sondern zusammengekettet. Sie schützen ebenfalls vor Einbrechern, müssen aber als Naturmaterial durch einen Lack oder einer Lasur vor Witterungseinflüssen bewahrt werden und sind sehr teuer und schwer.

Alternativen zum Rollladen

Nicht jedes Haus oder jede Wohnung verfügt über einen bereits eingebauten Rollladen. Der nachträgliche Einbau kann recht teuer und aufwendig sein – doch keine Sorge, es gibt Alternativen!

Auch Jalousien oder Raffrollos bieten Sonnenschutz am heimischen Fenster. Gardinen sind eine weitere Möglichkeit, um die eigenen vier Wände vor Sonneneinfall und fremden Blicken zu schützen. An der Außenseite des Fensters können wiederum Markisen oder Sonnensegel angebracht werden, um vor zu viel Licht und Wärme schützen.

Immer beliebter werden auch die sogenannten Raffstores von ROMA. Darunter kann man sich überdimensionale, mechanisch betriebene Jalousien vorstellen, die außen am Fenster angebracht werden. Insbesondere bei Häusern mit großen Fenster-Fronten ersetzen sie dann einen Rollladen.

Rolladen: Sichtschutz, Sonnenschutz, Einbruchschutz & Insektenschutz

Das praktische Wunderwerk, auch Rolladen genannt, ist so multifunktional, wie kaum ein anderes Zubehör am Fenster. Der Rundumschutz ist mit Rolläden in jedem Fall gesichert und weder Insekten noch fremde Blicke haben eine Chance.

Der Einbau eines Rolladen zahlt sich in jedem Fall durch seine hervorragenden Eigenschaften aus. Sichtschutz, Sonnenschutz, Einbruchschutz und Insektenschutz in einem Rollo vereint, lassen Sie nachts ruhig und entspannt schlafen! Aus Aluminium, Edelstahl, Holz oder Kunststoff kann man den Rolladen auch super an den Einrichtungsstil anpassen, sodass der praktische Helfer auch noch in das optische Gesamtbild passt.