Kleiner Garten Terrasse Möbel

Im Sommer gibt es doch nichts Schöneres, als im eigenen Garten die Seele baumeln zu lassen. Und dabei ist es völlig egal, ob Sie einen großen oder kleinen Außenbereich besitzen. Denn: Eine schöne Gartengestaltung benötigt nicht viel Fläche! Durchdacht gegliedert und raffiniert angelegt, lässt sich selbst der kleinste Garten optisch größer schummeln. Ganz nach dem Motto: „Klein, aber fein!“ verraten wir Ihnen im Folgenden die besten Tipps und Tricks, wie Sie das Beste aus Ihrem kleinen Garten herausholen können. Denn es gibt einige Dos & Don’ts, die es bei der Gestaltung kleiner Gärten zu berücksichtigen gilt.

Kleiner Garten: Die Herausforderung

Natürlich können Sie an der Grundfläche Ihres Gartens nichts ändern, aber optisch lässt er sich in jedem Fall größer „zaubern“, wenn Sie ein paar Tricks bei der Gestaltung berücksichtigen. Denn gerade in kleinen Gärten ist es wichtig, Räume zu kreieren, Beete in den Garten einzuarbeiten und damit die Blicke zu lenken. Setzen Sie Highlights, die den Betrachter in Ihren Bann ziehen und so von der Größe des Gartens ablenken.

Die besten Tipps für kleine Gärten

Ein spannender Garten ist ein Garten, in dem es etwas zu entdecken gibt. Und das können Sie auch in einem kleinen Garten, wenn Sie die folgenden Tipps bei der Gestaltung berücksichtigen:

  • Strukturierung und Unterteilung: Teilen Sie Ihren Garten in verschiedene Bereiche ein. Mit geeigneten „Raumtrennern“ können Sie diese stilvoll voneinander separieren. Dafür eignen sich Staudenbeete, Bambus, hohe Gräser, kleine Hecken, Sträucher oder eine halbhohe Mauer. Hohe Mauern als Sichtschutz sind stattdessen absolut tabu!
  • Verschiedene Höhen: In einem kleinen Garten können Sie durch unterschiedlich große Elemente wie Deko, aber auch Pflanzen, ein wenig von mangelnden Größe des Außenbereichs ablenken, indem Sie den Blick ans Ende des Gartens unterbrechen. Kugel-Ahorn, Gemeiner Goldregen, Hochbeete oder auch Rosenspaliere bieten sich hierfür beispielsweise prima an. Don’t: Zu viele Pflanzen auf dem Boden – lassen Sie Platz! Tipp: Versuchen Sie sich doch einfach mal an dem Trend des Vertical Gardenings und wählen Sie Hängepflanzen zur Begrünung im Garten.
  • Wenige, abgestimmte Materialien: Und das besonders beim Boden. Kleinteilige Bodenbeläge „zerstückeln“ den Garten für das Auge. Besser sind daher schmale Gartenwege, die mit einer Materialart auskommen. Oder Sie wählen eine Handvoll großformatige Platten sowie Steine und Treppenstufen.
  • Kreisförmiger Rasen: Statt der klassischen quadratischen oder rechteckigen Rasenfläche macht sich im kleinen Garten eine runde oder ovale Form viel besser. Wenn diese dann auch noch von Beeten und Sträuchern eingerahmt wird, entsteht ein harmonischer Gesamteindruck.
  • Gezielte Akzente setzen mit Deko und Gartenobjekten: Ist die Fläche eher begrenzt, sollten Sie ebenso die Auswahl an Dekoration klein halten. Wählen Sie Skulpturen und ähnliche Elemente für Ihren Outdoorbereich sorgsam aus und setzen Sie damit zielgerecht ein paar stilvolle Akzente.
  • Wasser und Spiegel: Deko-Elemente wie Spiegel bzw. spiegelnde Objekte, die das Licht reflektieren, lassen sich nicht nur innerhalb der vier Wände einsetzen, auch ein kleiner Garten ist dafür optimal. Denn auch hier erzeugt die Spiegelfläche optisch mehr Weite. Gleiches gilt für Wasserspiele, Vogeltränken oder einen kleinen Teich. Die Wasseroberfläche spiegelt den Himmel und die Umgebung, was die kleine Grünfläche optisch vergrößert.

Die Gartengestaltung: Vorüberlegungen & Planung

Bevor Sie mit der Gestaltung bzw. Umgestaltung Ihres kleinen Gartens beginnen, sollten Sie Sie am besten im ersten Schritt eine Skizze anfertigen. Das ist vor allem für eine ausführliche Planung zur optimalen Nutzung des vorhandenen Platzes zu empfehlen.

Im Anschluss daran, sollten Sie sich ein paar grundlegende Fragen stellen, die Ihnen die Planung erleichtern werden. Denn die Antworten auf folgenden Fragen geben bereits eine Struktur für die Gartengestaltung vor, indem sie die Möglichkeiten begrenzen:

  • Wie möchten Sie den Garten nutzen? (Erholung, Spielbereich für Kinder, Obst & Gemüse anbauen, geselliges Beisammensein, …)
  • Welche Elemente wollen Sie integrieren? (Blumenbeete, Bäume, Teich, Gartenbank, Hollywoodschaukel, Klettergerüst, Sandkasten, …)
  • Welche Pflanzen und Bäume gefallen Ihnen?
  • Wie viel Zeit haben Sie für die Gartenpflege?

Nachdem Sie priorisiert und entschieden haben, was Sie in Ihren Garten integrieren möchten bzw. können, suchen Sie sich im nächsten Schritt einen Stil aus, der zu Ihnen und Ihrer Einrichtung im Haus passt. Soll Ihr Garten modern gestaltet sein, puristisch, naturnah, romantisch oder im lässigen Boho Style?

Haben Sie alle Fragen für sich beantwortet, können Sie mit der konkreten Planung und Umsetzung beginnen, indem Sie die passenden Pflanzen, Gartenmöbel und Accessoires auswählen, Ärmel umkrempeln und loslegen!

Pflanzen, Deko und Beleuchtung für kleine Gärten

Auch in einem kleinen Garten darf die Gestaltung mit stilvollen Deko-Elementen nicht zu kurz kommen. Dazu gehört auch eine dekorative Beleuchtung mit Lichterketten, Windlichtern & Co. Damit die kleine Fläche aber nicht zu überladen wirkt, sollten Sie Deko und Pflanzen nicht zu eng setzen.

Das Beet sollten Sie am besten Ton in Ton bepflanzen. Wenige dezente Farben sollten die Gartengestaltung dominieren. Blau- und Weißtöne sorgen für mehr Tiefe, aber auch pastellfarbene Blüten sowie schimmernde Blätter und Sukkulenten machen den Garten größer. Mit intensiven knalligen Farben hingegen holen Sie Beete nach vorn!

Weniger ist bei der Pflanzen-Vielfalt in kleinen Gärten deutlich mehr! Entscheiden Sie sich lieber für viele Pflanzen der gleichen Art und Sorte. Das schafft schöne Teppiche und spart viel Arbeit bei der Pflege.

Tipp: Integrieren Sie einige immergrüne Pflanzen, um das ganze Jahr über Sichtschutz und Freude an Ihrer Grünen Oase zu haben. Beachten Sie dabei, dass dunklere, großblättrige Pflanzen im Beet nach hinten gehören und niedrige, kleinblättrige Varianten nach vorne.

Kleiner Garten: Die verschiedenen Formen

Einem kleinen Garten können Sie optisch zu mehr Weite verhelfen, indem Sie ihn seiner Form entsprechend gestalten. Unsere Interior-Experten haben Ihnen die drei klassischen Möglichkeiten zusammengestellt, wie Sie Ihren kleinen Garten stilvoll anlegen können. Denn je nach Form des Gartens, gilt es die Vorzüge Ihres Outoor-Bereichs hervorzuheben und kleinere Mankos geschickt zu kaschieren. Durch die Art der Wegführung können Sie in einem kleinen Garten Breite oder Länge künstlich erzeugen.

Ein breiter kleiner Garten

Besitzen Sie einen kleinen breiten Garten, ist hier unbedingt die Längsachse zu betonen. Also, sollte der Blick des Betrachters nach links und rechts gelenkt werden! Zudem sollten Sie am besten auf einen fest angelegten Gartenweg verzichten. Wenn dies nicht möglich ist, greifen Sie stattdessen zu Wegeplatten. Diese allerdings nicht zu großformatig wählen!

Ein langer kleiner Garten

Ihr Garten ist eher lang und schmal? Dann verzichten Sie am besten auf alles, was die Längsachse betont. Die schlauchige Form wirkt automatisch kürzer, wenn man nicht gleich bis ans Ende sehen kann. Durch einen leicht geschwungenen Gartenweg zum Beispiel können Sie Ihrem Outdoorbereich optisch mehr Breite verleihen. Tipp: Um die Wirkung zu intensivieren, können Sie den Weg mit Stauden dezent verdecken.

Ein quadratischer kleiner Garten

Klein und quadratisch – auch so kann ein schöner Garten aussehen. Um hier durch die Wegführung den Garten etwas größer wirken zu lassen, ist eine Diagonale ideal. Diese schafft eine Blickachse, zum Beispiel von der Terrasse zu einem weiteren Sitzplatz und schafft Weite.

Weitere Beispiele und Inspiration


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